Der Sohn vom letzten Schah, Reza Pahlavi, spricht sich klar gegen jede Einigung mit dem Iran aus, solange die derzeitige Führung in Teheran an der Macht bleibt. "Ein Abkommen mit diesem Regime wird scheitern, und wir alle werden die Konsequenzen tragen müssen", sagte Pahlavi am Dienstag über Onlinedienste. "Das iranische Volk wird es nicht akzeptieren."
Laut dem 65-Jährigen werde Teheran niemals "einen wahrhaftigen Frieden schließen", genauso wenig wie die Regierung "nie Frieden mit den eigenen Bürgern gemacht hat". Pahlavi ist überzeugt, dass die aktuelle Führung in Teheran nicht mehr lange im Amt sein wird. "Mit oder ohne internationale Unterstützung wird das iranische Volk dieses Regime stürzen. Die Freiheit wird in den Iran kommen."
Die USA und der Iran wollen am Freitag in der Nähe von Luzern in der Schweiz ein Rahmenabkommen über eine Friedensvereinbarung unterzeichnen. Nach monatelangen Verhandlungen ist diese Einigung zustande gekommen. Geplant ist eine 60-tägige Phase, in der die Waffen schweigen sollen und die beiden Länder ein endgültiges Abkommen ausarbeiten. Die genauen Details der Vereinbarung sind aber weiterhin unklar.
Pahlavis Vater, Mohammad Reza Pahlavi, wurde 1979 durch die Islamische Revolution gestürzt und musste aus dem Iran fliehen. Reza Pahlavi lebt heute im Exil in den USA. Er setzt sich für eine säkulare Demokratie im Iran ein und sieht sich selbst als Alternative, falls die aktuelle Führung in Teheran gestürzt wird.
Der Schah-Sohn wird von Teilen der iranischen Opposition unterstützt, aber es gibt auch Kritik an dem 65-Jährigen. Vor allem wegen seiner Nähe zu Israel und weil er sich nie klar von der autoritären Herrschaft seines Vaters distanziert hat.