Die Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich erneut. Laut iranischen Medien hat der Iran den Nachrichtenaustausch mit den USA ausgesetzt. Teheran begründet den Schritt mit angeblichen Verstößen Israels gegen den Waffenstillstand.
Zudem berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim, dass der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder vollständig blockieren und weitere regionale Konfliktfronten erneut aktivieren wolle.
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Eine Blockade könnte daher erhebliche Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft und die Energiemärkte haben.
Die EU hat Israel indes aufgefordert, die "militärische Eskalation" im Libanon zu beenden. Israel müsse "die Souveränität sowie die territoriale Integrität des Libanon" respektieren, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel.
Die EU unterstütze außerdem die weiteren diplomatischen Bemühungen, "einen Verhandlungsweg hin zu langfristiger Stabilität und Sicherheit sowohl für den Libanon als auch für Israel zu ebnen", erklärte er.
Die EU stehe "in Solidarität mit der Bevölkerung des Libanon" und werde weiterhin Unterstützung und Nothilfe leisten, so der Kommissionssprecher. Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz erkennt diese aber nicht an und setzt ihre Angriffe auf Israel fort. In den letzten Tagen ist die israelische Armee immer weiter in den Süden des Libanon vorgedrungen und hat auch weiterhin Luftangriffe durchgeführt.
Am Montag hat die israelische Regierung eigenen Angaben zufolge Angriffe auf einen Vorort südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut angeordnet.