Dramatische Vierecksbeziehung

Putzfrau vergewaltigt – Ehepaar nun freigesprochen

In Wiener Neustadt stand ein Ehepaar wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht. Am Ende gab es Freisprüche – nicht rechtskräftig.
Victoria Carina  Frühwirth
25.06.2026, 13:52
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Ein Ehepaar aus dem südlichen Niederösterreich musste sich nach schweren Anschuldigungen am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Eine frühere Bekannte, die als Reinigungskraft im Haus gearbeitet haben soll, warf dem Mann (37) Vergewaltigung vor. Seine Frau (33) soll dabei zugesehen haben.

"Er drängte mich zu Kokainkonsum"

Wie der "Kurier" berichtet, ging es im Prozess um eine "wilde Vierecksbeziehung". Die Putzkraft soll dem Mann vorgeworfen haben, sie mit einem Messer bedroht, zum Kokainkonsum gezwungen und vergewaltigt zu haben.

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Der Verteidiger des 37-Jährigen wies die Vorwürfe zurück. Laut "Kurier" bezeichnete er die Aussagen der Frau als "völlig unglaubwürdig". Hintergrund sei demnach ein Geflecht aus Freundschaft, Sex-Beziehungen und Eifersucht gewesen. Vor Gericht heißt es laut "Kurier", die Putzkraft hätte sich in den 37-Jährigen verliebt. Weil dieser ihre Gefühle nicht erwiderte, sei die Situation hochgekocht und es sei zu den falschen Behauptungen gekommen.

Zweifacher Freispruch – nicht rechtskräftig

Auch die Ehefrau des Angeklagten spielte in dem Fall eine Rolle: Ihr warf die Reinigungskraft vor, sie hätte bei der Vergewaltigung durch ihren Gatten zugesehen, aber trotz ihres Flehens nicht eingegriffen. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ehefrau soll laut Verteidigung wiederum eine Beziehung mit dem Sohn der Reinigungskraft gehabt haben. Chat-Nachrichten sollen die Darstellung der Verteidigung gestützt haben.

Der Prozess wurde teils unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. Am Ende wurden beide Angeklagten von allen Vorwürfen freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da der Staatsanwalt Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil angemeldet hat.

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