Für viele Salzburger wird Wohnen zur immer größeren Belastung. Während die Mieten für private Wohnungen weiter steigen, geht der Neubau deutlich zurück. Zu diesem Ergebnis kommen gewerbliche Bauträger und Immobilientreuhänder.
Laut Immobilienpreisspiegel der Salzburger Wirtschaftskammer sind die Mieten für private Wohnungen von 2025 auf 2026 um bis zu fünf Prozent gestiegen - und damit deutlich stärker als die Inflation, so der ORF.
Besonders viele Menschen sind davon betroffen. Der Großteil der Mieter in Salzburg lebt nicht in einer Genossenschaftswohnung, sondern in einer privat vermieteten Wohnung.
Gleichzeitig wird nach Angaben der Branche seit Jahren zu wenig gebaut. Richard Oberndorfer, Sprecher der Immobilientreuhänder in Salzburg und ganz Österreich, warnt vor den Folgen.
"Wir bauen in ganz Österreich derzeit pro Jahr um 20.000 Wohnungen zu wenig. Und der Trend geht weiter nach unten. 2026 waren in Salzburg noch 1.420 Wohnungen in der Pipeline. Diese werden 2027 auf 1.170 und ein Jahr später auf knapp 800 Einheiten zurückgehen. Das ist natürlich ein sehr schlechtes Zeichen."
Als einen Grund nennt die Branche die schwierigeren Kreditbedingungen für Bauprojekte. Erst seit vergangenem Herbst würden wieder mehr Wohnbauprojekte geplant, sagt Günther Leitgöb, Sprecher der gewerblichen Bauträger im Bundesland.
Bis diese Wohnungen tatsächlich fertiggestellt und bezogen werden können, werde es allerdings noch mehrere Jahre dauern.