Bei Volkswagen stehen massive Veränderungen bevor. Der Konzern will seine Sparbemühungen verstärken und sich mit einer neuen Strategie bis 2030 komplett neu ausrichten. Obwohl bereits Milliarden eingespart wurden, reiche das nicht aus.
"Wir müssen unser Geschäftsmodell grundlegend verändern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen", wird Finanzvorstand Arno Antlitz zitiert.
Wie heise.de unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, verdiene der Konzern mit seinen Autos zu wenig Geld. VW-Chef Oliver Blume sagt: "Allerdings verdienen wir heute nicht genügend Geld mit unseren Fahrzeugen, um unsere Zukunft nachhaltig zu finanzieren."
Audi-Chef Gernot Döllner zeichnet ein dramatisches Bild: "Es geht längst nicht mehr um ein einzelnes Modell oder um Marktanteile hier oder dort. Es geht um den Fortbestand der deutschen Automobilindustrie." Porsche-Chef Michael Leiters sieht die Herausforderungen hingegen als Chance.
Im Rahmen des neuen Zielbildes soll das Produktportfolio vereinfacht und verschlankt werden. Der Konzern will sich auf weniger Plattformen und Technologien konzentrieren.
Derzeit baut Volkswagen bei den Marken VW, Audi und Porsche in Deutschland zusammen 50.000 Stellen ab, davon 35.000 bei der Kernmarke VW. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut Vereinbarung mit der IG Metall bis 2030 ausgeschlossen.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich klar gegen Werkschließungen ausgesprochen. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte und ein Vetorecht bei wichtigen Beschlüssen.