Krise bei Autobauer

VW-Gewinn bricht massiv ein! 50.000 Stellen vor dem Aus

Schlechte Zahlen bei Volkswagen: Der Gewinn ist massiv gesunken. Nun sollen weitere 50.000 Stellen gestrichen werden.
Newsdesk Heute
10.03.2026, 09:51
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Beim Autobauer Volkswagen ist der Gewinn im vergangenen Jahr deutlich eingebrochen. Gleichzeitig kündigt der Konzern weitere Stellenstreichungen in Deutschland an.

Der Nettogewinn sank laut Unternehmensangaben auf 6,9 Milliarden Euro. Damit hat sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert – und erreicht den niedrigsten Stand seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016.

US-Zölle und Porsche-Probleme

Als Gründe nennt der Konzern vor allem US-Zölle sowie Schwierigkeiten bei der Tochter Porsche. Auch bereinigt um Sonderfaktoren wie Abschreibungen bei Porsche lag die Gewinnmarge nur bei 4,6 Prozent. Werden die Zollkosten herausgerechnet, steigt sie auf 5,5 Prozent.

Das sei aus Sicht des Unternehmens zu wenig. VW-Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte, das reiche "langfristig nicht aus". Für das Jahr 2026 erwartet der Konzern zunächst eine Rendite zwischen 4,0 und 5,5 Prozent.

Der Konzern will deshalb die Kosten weiter senken. Antlitz kündigte an, VW werde nun "weiter konsequent unsere Kosten senken".

50.000 Stellen fallen weg

Auch beim Personal wird erneut angesetzt. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2030 rund 50.000 Stellen im Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden. Das erklärte Konzernchef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre.

Bereits Ende 2024 hatte Volkswagen mit den Gewerkschaften vereinbart, bis 2030 rund 35.000 Stellen in Deutschland zu streichen – vor allem bei der Kernmarke VW.

Umsatz stabil

Der Konzernumsatz blieb 2025 weitgehend stabil und lag bei knapp 322 Milliarden Euro, ein Minus von 0,8 Prozent. Weltweit beschäftigte Volkswagen zuletzt 662.900 Mitarbeiter. Das sind 2,4 Prozent weniger als im Jahr davor.

Regional entwickelte sich der Absatz unterschiedlich: In Europa verkaufte Volkswagen fünf Prozent mehr Fahrzeuge, in Südamerika sogar zehn Prozent mehr. In Nordamerika hingegen brach der Absatz um zwölf Prozent ein, in China um sechs Prozent.

Insgesamt setzte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge ab, nachdem es im Jahr davor noch etwas mehr als neun Millionen gewesen waren.

E-Autos legen stark zu

Deutlich gestiegen ist der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge im Auftragsbestand. Dieser liegt nun bei 22 Prozent. Beim tatsächlichen Absatz konnten E-Autos sogar um 55 Prozent zulegen.

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