Wie mehrere Medien unter Berufung auf ehemalige Angestellte berichten, soll der frühere Duke of York für exzentrische und einschüchternde Forderungen gegenüber seinem Haushaltspersonal berüchtigt gewesen sein. Andrew, der inzwischen seine königlichen Titel und Ehren verloren hat, befinde sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die Vorwürfe gelten als nicht abgeschlossen, die Ermittlungen laufen.
Frühere Mitarbeiter beschrieben Andrew demnach als herrisch und leicht reizbar. Wurden seine Anweisungen nicht exakt befolgt, habe er laut Berichten "geschrien und gebrüllt", so eine ehemalige Angestellte. Besonders berüchtigt gewesen sei seine umfangreiche Teddybär-Sammlung, die offenbar mit äußerster Präzision behandelt werden musste.
Die frühere Palastangestellte Charlotte Briggs, die Mitte der 1990er-Jahre als Hausmädchen arbeitete, berichtete der "Sun", Andrew habe 72 Stofftiere auf seinem Bett aufbewahrt. Diese hätten streng nach Größe angeordnet werden müssen – die größten hinten, die kleinsten vorne.
"Ich bekam dafür tatsächlich einen ganzen Tag Training", sagte sie. "Alles musste exakt stimmen. Es war extrem bizarr."
Zwei besonders geschätzte Teddys sollen laut Briggs sogar auf mahagonifarbenen Thronen neben dem Bett platziert worden sein. Viele der Stofftiere trugen angeblich Marineuniformen und stammten aus aller Welt.
Auch ein ehemaliger Personenschützer, Paul Page, schilderte in einer ITV-Dokumentation, dass es laminierte, handgeschriebene Anweisungen zur exakten Platzierung von Teddys, Kissen und Decken gegeben habe. Die Anleitung trug demnach den Titel: "DOY bed: Points for turn down and making the bed".
Darin seien unter anderem zwei Stoffnilpferde, ein schwarzer Panther, mehrere Bären sowie Kissen mit den Aufschriften "Daddy", "Ducks" und "Prince" aufgeführt gewesen. Selbst die Position von herabhängenden Bändern sei festgelegt worden. Fehler hätten laut Page regelmäßig Wutausbrüche ausgelöst.
In der Biografie The Rise and Fall of the House of York von Andrew Lownie werden weitere Berichte zitiert. Demnach habe Andrew verlangt, dass Hausangestellte mehrere Stockwerke hinaufsteigen, nur um morgens die Vorhänge zu öffnen, während er im Bett liegen blieb.
Zudem wird behauptet, ein Fernsehtechniker sei mitten in der Nacht einbestellt worden, um dem Royal erneut die Bedienung der Fernbedienung zu erklären. Ein ehemaliger Höfling soll ihn laut Buch als "unhöflichen, ignoranten Kerl" bezeichnet haben.
Nach dem Verlust seiner Residenz im Royal Lodge in Windsor lebt Andrew Berichten zufolge nun deutlich zurückgezogener auf Marsh Farm in Sandringham. Laut der deutschen "Bild" habe er nur einen einzigen Teddy mitgenommen, der Rest der Sammlung sei eingelagert worden.
Ein Insider sagte kürzlich zu Heatworld, Andrew habe den Umzug emotional kaum verkraftet:
"Er ist überzeugt, dass die Bären unter dem Umzug leiden. Es wirkt, als projiziere er seine eigenen Gefühle auf sie. Wie ein kleines Kind."
Nach Bekanntwerden der Berichte erklärte König Charles III. in einer schriftlichen Stellungnahme, er habe "mit tiefster Sorge" von den Vorwürfen erfahren.
Weiter hieß es: "Was nun folgt, ist ein vollständiger, fairer und ordnungsgemäßer Ermittlungsprozess durch die zuständigen Behörden. Die Familie unterstützt diesen Prozess uneingeschränkt. Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen."
Weitere Kommentare wolle der König während der laufenden Untersuchungen nicht abgeben.