Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag klickten für Andrew Mountbatten-Windsor die Handschellen. Während Ermittler in Norfolk und Berkshire Häuser durchsuchten, blieb zunächst offen, wo der Bruder von König Charles tatsächlich abgeführt wurde.
Im Zentrum der Vorwürfe stehen brisante E-Mails aus seiner Zeit als britischer Handelsgesandter: Nur wenige Minuten nachdem er vertrauliche Berichte über Investitionschancen in Afghanistan erhalten hatte, soll er diese an Jeffrey Epstein weitergeleitet haben – inklusive sensibler Details zu Industrieprojekten und Rohstoffen.
Die veröffentlichten Nachrichten zeichnen ein heikles Bild. Es geht um mögliche Verstöße gegen die Pflicht zur Geheimhaltung und damit um Amtsmissbrauch.
Damit nicht genug: Auch ein Mail-Austausch zwischen einem Journalisten und Epstein selbst sorgt für Aufsehen. Darin wird behauptet, Andrew habe entgegen seinen Aussagen intime Kontakte mit Virginia Giuffre gehabt ("Heute" berichtete).
Dass die Thames Valley Police bei den Untersuchungen Unterstützung aus Norfolk bekommt, zeigt die Dimension der Affäre. Die Ermittler prüfen, ob die Weitergabe der Informationen tatsächlich den Ausschlag für die Festnahme gab – und wie tief die Verbindungen in das Epstein-Netzwerk reichten.