Seit sechs Stunden befindet sich Andrew Mountbatten-Windsor in Polizeigewahrsam. Dem Ex-Prinzen, der am Donnerstag seinen 66. Geburtstag feiert, wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Sein Anwesen in Sandringham wurde von Ermittlern durchsucht.
Wie die britische "Daily Mail" nun berichtet, soll es inzwischen auch zu einer Razzia in der Royal Lodge in Windsor gekommen sein. Die königliche Familie soll von dem Polizeieinsatz völlig überrascht worden sein.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen seinen Bruder hat sich nun auch der britische König persönlich zu Wort gemeldet. In einer offiziellen Stellungnahme äußert sich Charles zu dem Verdacht auf Amtsmissbrauch – und betont die Bedeutung eines rechtsstaatlichen Verfahrens.
"Ich habe mit größter Besorgnis die Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und den Verdacht auf Amtsmissbrauch zur Kenntnis genommen. Was nun folgt, ist ein umfassender, fairer und ordnungsgemäßer Prozess, in dessen Rahmen diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden in angemessener Weise untersucht wird", schreibt Charles.
Zugleich sichert der König den Behörden volle Kooperation zu. Wörtlich heißt es:
"Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit. Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen. Solange dieser Prozess andauert, wäre es nicht richtig, wenn ich mich weiter zu dieser Angelegenheit äußern würde. In der Zwischenzeit werden meine Familie und ich unsere Pflichten und unseren Dienst für Sie alle weiterhin erfüllen. Charles R."
Kurz nach 8 Uhr waren sechs zivile Polizeiautos und rund acht Beamte in Zivil am Sandringham-Anwesen angerückt, wo Andrew seit seinem Ausschluss aus der königlichen Familie lebt.
Laut BBC sitzt er nun in einer kargen Zelle mit Bett und Toilette und wartet auf seine Einvernahme. Polizeiexperte Danny Shaw stellt klar: "Es wird für ihn keine Sonderbehandlung geben." Spätestens nach 96 Stunden muss er freikommen – wahrscheinlicher ist jedoch eine Anklage oder Freilassung binnen 12 bis 24 Stunden.