Neue Enthüllungen sorgen erneut für Wirbel rund um das britische Königshaus. Im Zentrum steht einmal mehr Ex-Prinz Andrew (65). Laut Berichten soll der frühere Herzog von York über Jahre hinweg junge Frauen über Seiteneingänge in den Buckingham Palace geschleust haben.
Ausgangspunkt der jüngsten Vorwürfe sind Unterlagen aus dem Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66). Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, soll Andrew regelmäßig zum Telefon gegriffen und den Mitarbeitern mitgeteilt haben: "Mrs. Windsor wird in Kürze eintreffen. Bitte hereinlassen und nach oben bringen."
Für die Angestellten sei dies offenbar ein bekanntes Signal gewesen. Den Berichten zufolge wurden die Frauen über diskrete Personaleingänge ins Gebäude geführt, angeblich teilweise ohne umfangreiche Sicherheitskontrollen.
Eine Quelle erklärte gegenüber "The Sun", es sei "allgemein bekannt" gewesen, dass Andrew gerne junge Frauen im Palast empfangen habe. Der Zugang sei dabei stets über einen der nicht einsehbaren Eingänge erfolgt.
In den USA veröffentlichte E-Mails legen nahe, dass mehrere Frauen mit Zustimmung Andrews Zutritt zum Palast erhielten, nachdem sie von Epstein vermittelt worden waren. Darunter befand sich demnach ein rumänisches Model sowie eine weitere junge Frau aus Russland. Beide sollen zu einem privaten Abendessen eingeladen worden sein, während sich die verstorbene Queen auf Schloss Balmoral in Schottland aufhielt.
Epstein beschrieb die in Bukarest geborene Frau, damals Anfang 20, in einer Nachricht als "perfekt" und schrieb, Andrew halte sie für "wunderschön". In einer weiteren E-Mail stellte Epstein dem Royal noch mehr Vergnügen in Aussicht. Laut "The Sun" antwortete Andrew darauf knapp und deutlich: "Ja, bitte!"
Der frühere britische Premierminister Gordon Brown (74) forderte die Londoner Polizei nun auf, strafrechtliche Ermittlungen einzuleiten. Er verwies dabei auf E-Mails, in denen von insgesamt 90 Flügen nach Großbritannien mit Epsteins Privatjet, dem sogenannten "Lolita Express", die Rede ist. Mehrere dieser Flüge sollen am privaten Terminal des Flughafens Stansted gelandet sein.
Brown erklärte, er habe die Polizei ersucht, diese Vorgänge im Rahmen neuer Untersuchungen genau unter die Lupe zu nehmen. "Allein aufgrund der Enthüllungen aus Stansted müssen sie Andrew befragen", wird er zitiert.
Zudem betonte er: "Die Beweise deuten darauf hin, dass einige Personen im Vereinigten Königreich an Menschenhandel beteiligt waren. Dies erfordert eine eingehende polizeiliche Untersuchung und ist bei weitem der größte Skandal von allen."