Im Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) sorgt am siebten Verhandlungstag die Aussage einer Zeugin für besondere Aufmerksamkeit. Die Frau schilderte vor Gericht ein persönliches Gespräch mit dem 29-Jährigen, in dem er sich selbst zu erklären versuchte.
Am Donnerstagvormittag wurde eine Frau, die beim Saunagang vor der mutmaßlichen Vergewaltigung im Oktober 2023 anwesend war, in den Zeugenstand gerufen. Es handelt sich um eine ehemalige Kollegin und Freundin des mutmaßlichen Opfers.
Wie "Bild" berichtet, erzählte die Zeugin vor Gericht, was der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) an jenem Abend zu ihr gesagt hat: "Er sagte, Papa sei im Gefängnis gewesen und deshalb sei er so geworden, wie er ist."
Hintergrund der Aussage ist die Vergangenheit von Marius' leiblichem Vater Morten Borg (56). Morten galt in seinen jungen Jahren als privilegierter Party-Boy und wurde in den 1990er-Jahren mehrfach wegen Besitzes größerer Mengen Kokain verhaftet. Später folgten weitere Vorfälle rund um Gewalt, Drogen und Fahren unter Alkoholeinfluss.
Wie die norwegische Zeitschrift "Se og Hør" berichtet, will Morten Borg während Teilen der Verhandlung im Gerichtssaal erscheinen. Er habe lediglich den Medienrummel der ersten Tage meiden wollen. Das Verhältnis zwischen Marius und seinem leiblichen Vater galt immer als eng.