Damit hat er wohl selbst nicht gerechnet: Für Heribert Kasper, besser bekannt als "Mr. Ferrari", endet ein ungewöhnliches Kapitel. Jahrelang lebte der Sportwagenhändler nicht in einer klassischen Wohnung, sondern in Hotels - doch jetzt ist damit laut "Kronen Zeitung" vorerst Schluss.
Auslöser für den besonderen Lebensstil waren Einbrüche in seinem früheren Zuhause. Ende 2009 zog Kasper deshalb in ein Hotel - ursprünglich nur als kurzfristige Lösung, berichtet die Tageszeitung. Doch aus dem Provisorium wurde ein Dauerzustand: Zuerst blieb er rund zehn Jahre im "Austria Trend Hotel Bosei", danach fast sechs Jahre im "Arion City Hotel" am Wienerberg.
Den Alltag im Hotel hatte sich der 72-Jährige längst eingerichtet. Rezeption statt Vorzimmer, Zimmerkarte statt Haustürschlüssel - für Kasper kein Problem. "Ich bin ein richtiger Hotelmensch", erzählte er der "Krone".
Doch nun ist Schluss damit. Nach einem Eigentümerwechsel wird das Hotel umgebaut und renoviert, alle Bewohner müssen ausziehen. Auch Kasper ist betroffen und steht plötzlich vor der Aufgabe, eine neue Bleibe zu finden, heißt es in dem Bericht.
Viel Zeit bleibt ihm dafür nicht: Spätestens bis 30. Juni muss er ausziehen. Aktuell ist es im Hotel ohnehin schon gespenstisch leer. "Seit Freitag wohne ich alleine im Hotel, welches 142 Zimmer besitzt. So ruhig war es noch nie. Es ist etwas unheimlich, wirklich komisch und außergewöhnlich", schilderte er der "Krone".
Für "Mr. Ferrari" bedeutet das nicht nur einen Umzug, sondern auch einen emotionalen Abschied von einem Lebensstil, der über viele Jahre zur Gewohnheit geworden ist.