"Maßlos enttäuscht" – Hoteliers fordern Öffnung

Georg Imlauer ist "maßlos enttäuscht" von der Bundesregierung.
Georg Imlauer ist "maßlos enttäuscht" von der Bundesregierung.Screenshot Glomex / PULS 24
Hotels müssen weiterhin geschlossen halten, bis wann, ist unklar. Unter den Betreibern ist die Stimmung geknickt – es herrscht die Frustration.

Die Bundesregierung hat der Gastronomie einen ersten Öffnungsschritt in Aussicht gestellt. Ab Ende März sollen in den Schanigärten des Landes wieder Gäste bewirtet werden dürfen – unter strengen Auflagen. Wirte, die keinen Außenbereich haben, schauen dabei durch die Finger. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SP) will den Lokalen in seiner Stadt mit dem Konzept von öffentlichen Schanigärten helfend unter die Arme greifen. 

"Frustration und Mutlosigkeit"

Aktuell niemand helfen kann den vielen Hotelbetreibern und den Touristikern, sie müssen weiterhin den Betrieb dicht halten. In PULS24 schildert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes für Hotellerie in der Wirtschaftskammer, wie sie die Pressekonferenz der Regierung nach dem Coronagipfel am Montag erlebt hatte: "Die erste Reaktion – nachdem wir nicht einmal erwähnt wurden – war stark geprägt von Frustration und Mutlosigkeit".

Viele Hoteliers hätten zumindest auf einen kleinen Rest der Wintersaison gehofft, doch daraus wird nichts. "Die ganzen Thermen-Hotels, die Wellness-Hotels, die Seminarhotels sind eigentlich alle von ziemlicher Mutlosigkeit geprägt." Einzig die Stadthotels stünden ein bisschen besser da.

In der Stimme der Obfrau schwingt die Verzweiflung deutlich hörbar mit: "Das Schlimmste ist, dass wir einfach keinen Fahrplan haben und auch keinen bekommen. Wir haben das Gefühl, wir können die Zukunft nicht mehr gestalten. Wir hangeln uns quasi von einer Woche zur nächsten, in der Hoffnung, dass wir irgendwann einmal einen Fahrplan genannt bekommen."

"Was soll da passieren?"

Deutliche Worte findet auch Hotelier Georg Imlauer im Gespräch mit dem Privatsender. Er ist "maßlos enttäuscht". Alle hätten gehofft, ab 27. März mit den vorgelegten Sicherheitskonzepten wieder aufsperren zu können, um das Ostergeschäft mitnehmen zu können.

"Wir sind sehr, sehr enttäuscht, dass jetzt wieder gar nicht geht. Wir wissen nicht, wann wir aufsperren dürfen. Wir können unseren Gästen nichts sagen, wir können unseren Mitarbeitern nichts sagen", klagt Imlauer. "Wir sind eigentlich perspektivenlos."

Auch er pocht darauf, dass die Regierung endlich ein fixes Datum für eine Öffnung nennen müsse. "Man muss auch ein bisschen das Herz in die Hand nehmen und ein bisschen Risiko nehmen. Wir werden mit Anfang, Mitte April schon sehr viele Geimpfte haben." Die Hotels würden ohnehin nur Getestete übernachten lassen und bewirten: "Was soll da passieren?"

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