Hotelier trotz Corona-Explosion: "Skiurlaub ist sicher"

In den Skigebieten steigen die Corona-Zahlen drastisch an (Symbolbild).
In den Skigebieten steigen die Corona-Zahlen drastisch an (Symbolbild).iStock
Trotz explodierender Corona-Infektionszahlen betont der Kitzbüheler Hotelier Christian Harisch, dass die Wintersaison in Österreich sicher ist.

Die Omikron-Variante treibt die Infektionszahlen vor allem in den österreichischen Skiorten weiter in die Höhe. Salzburg ist aktuell das Bundesland mit der höchsten 7-Tages-Inzidenz (1.410). Im Bezirk St. Johann im Pongau gehen die Zahlen besonders durch die Decke. Mit einer Inzidenz von 3.290,2 ist er österreichweiter Spitzenreiter.

Kitzbühel mit Inzidenz von 3.233

Auch Kitzbühel in Tirol bereitet Sorgen. Mit einer Inzidenz von 3.233,0 liegt der Skiort nur knapp dahinter. Bei 64.676 Einwohnern gibt es - bezogen auf die vergangenen sieben Tage - 2.091 Corona-Fälle. 

"Steigende Zahlen wegen Touristen"

Ist ein Skiurlaub momentan zu riskant? Das verneinte Christian Harisch, Hotelier und Tourismusobmann in Kitzbühel, in der "ZiB2". "Die Wintersaison ist sicher", betonte er. Die steigenden Zahlen in den Skiorten seien auf Silvester und die Touristen  zurückzuführen. "Wir haben zu Silvester den Höhepunkt des Jahres in Kitzbühel. Die Einwohnerzahl hat sich zu dieser Zeit verdreifacht durch die Gäste aus dem Ausland. Deshalb sind die Zahlen verzerrt", sagte Harisch.

Jetzt folge im beliebten Tiroler Skiort ein Jännerloch, wo viele Betriebe überhaupt geschlossen haben. "Die Zahlen werden sicher sinken, weil viel weniger Touristen da sind", betonte er weiter.

Sperrstunde als Problem

Die Sperrstunde zu Silvester war laut seinen Angaben eines der Hauptprobleme. Dies führte zu unzähligen privaten Partys und dort hätten die Infektionen stattgefunden. Er schlug daher vor, die Sperrstunde auf 24 Uhr anzuheben.

Ein Wiener Infektiologe, der in Kitzbühel auf Skiurlaub war, berichtete von vielen Negativbeispielen bei der Maßnahmenumsetzung. So hätte es beim Skilift keine Abstände zwischen den Personen gegeben und in einigen Restaurants wäre der 2G-Nachweis nicht kontrolliert worden.

Hahnenkammrennen mit strengen Regeln

"Diese Ausführungen sind schlichtweg falsch", erklärte Harisch. "Wir versuchen das bestmögliche zu tun. Dass es in einzelnen Fällen Fehler gibt, kann ich nicht ausschließen. Es gibt auch Autos, die falsch parken."

Nun im Jänner werde es eine weitere Impfkampagne geben. Ziel sei es, dass die Mehrheit der Mitarbeiter dreifach geimpft ist. Das Hahnenkammrennen werde kommende Woche mit strengen Regeln stattfinden. Nur 1.000 Besucher sind zulässig. 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
KitzbühelCoronavirusSki

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen