Huawei Freebuds 3 sind die Virtuosen der In-Ears

Mit den Freebuds Lite hat Huawei kürzlich günstige und gute In-Ears vorgelegt. Jetzt kommen die Freebuds 3, und die geigen beeindruckend auf.
Huawei legt mit den Freebuds 3 ein neues Modell der In-Ear-Serie vor. Es sind allerdings die ersten Modelle, die aktive Geräuschunterdrückung unterstützen – und mit einem eigenen Musik-Chip daherkommen. Das schlägt sich auch preislich nieder, 179 Euro werden für die Kopfhörer in schwarzer oder weißer Ausführung fällig.

In den Freebuds 3 arbeitet der hauseigene Kirin A1 Prozessor. Das hilft nicht nur dem Sound auf die Sprünge, sondern lässt auch den Ton in jedem Ohrteil einzeln berechnen und spart zudem Akku. Die Kopfhörer selbst sind spritzwassergeschützt und kommen mit einem edlen Ladecase daher, das nicht nur Schnellladen, sondern auch kabelloses Laden möglich macht.

Anders als zuletzt die Freebuds Lite besitzen die Freebuds 3 keine Silikonstöpsel, die die Kopfhörer im Ohr halten. Das lässt sie nicht ganz so fest wie die Lite-Versionen im Ohr halten, der Sitz ist aber dennoch überraschend fest und sicher. Gleichzeitig erhöht sich der Komfort, denn man hat mit den Freebuds 3 nicht das Gefühl, dass ständig etwas im Ohr steckt.

Äußerst komfortabel zu tragen

Vielmehr vergisst man mit ihnen schnell, dass man überhaupt Kopfhörer im Ohr hat. Auch, weil sie nicht einmal fünf Gramm wiegen. Der Wegfall bedeutet aber auch, dass die Kopfhörer den Gehörgang nicht so gut gegen Außengeräusche abschirmen kann. Das Ladecase selbst ist etwas größer und rundlicher als jenes der Lite-Modelle ausgefallen, sieht aber noch schicker aus und passt trotzdem noch in die Hosentasche.

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CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei der Akkulaufzeit halten die Freebuds 3 rund vier Stunden bei fast voller Lautstärke (90 Prozent im Test) durch und lassen sich bis zu vier Mal vollständig im Ladecace laden, bevor das Case wieder Saft braucht. Die Gesamtlaufzeit der Kopfhörer liegt etwas unter jener von Konkurrenten wie den Apple Airpods, die Schnellladung funktioniert aber besser als jede, die wir bisher bei Kopfhörern erlebt haben. Das Case ist in 30 Minuten per USB-C wieder voll geladen, die Kopfhörer im Case ebenso.

"Feintuning" erfolgt über die App

Die Freebuds 3 lassen sich sowohl mit Android-, als auch iOS-Smartphone verbinden. Die Koppelung funktioniert reibungslos und schnell – Case öffnen, Knopf am Case drücken, am Handy die Verbindung bestätigen. Einmal gekoppelt, verbinden sich die Freebuds 3 dann automatisch, sobald man das Case öffnet und sie in die Ohren steckt. Das "Feintuning" kann man in der "SmartHome"-App von Huawei am Smartphone vornehmen (mit Android 10 werden die Freebuds dann direkt über die Bluetooth-Einstellungen steuerbar sein).

Hier werden der Akkuzustand des linken und rechten Hörers sowie des Ladecases angezeigt, außerdem lassen sich Aktualisierungen installieren, die Rauschunterdrückung aktivieren und Verknüpfungen für die Touchbedienung der Hörer festlegen. Eines der wenigen Mankos der Hörer: Die Lautstärke lässt sich noch immer nicht am Hörer selbst einstellen. Zur Auswahl stehen nur Funktionen wie Wiedergeben, nächster Titel, Pause, Sprachassistent oder Rauschunterdrückung, die per Doppeltipp auf den linken oder rechten Hörer aktiviert werden.

Keine Stille, aber deutliche Ruhe

In der App lässt sich auch der Grad der Geräuschunterdrückung anpassen. Unterstützt werden bis zu 15dB aktive Geräuschunterdrückung, die spürbar für Ruhe sorgt. Allerdings ist etwas Ausprobieren gefragt. Über ein Drehrad in der App lässt sich die Stärke regulieren. Hat man nach einigen Tests die passende Einstellung gefunden, ist die Rauschunterdrückung durchaus bemerkenswert für In-Ears.



Die Freebuds 3 analysieren die Umgebungsgeräusche über die eingebauten Mikrofone für jeden In-Ear separat und schicken eine phaseninvertierte Wellenform an die Lautsprecher. Das schaltet konstante, gleichmäßige Umgebungsgeräusche wie Motoren oder Fahrtwind fast komplett aus. Da die In-Ears das Ohr aber nicht komplett verschließen, sind Gespräche, Hupen oder Knallgeräusche zwar gedämpft, aber dennoch deutlich hörbar. Für In-Ears ohne kompletten Verschluss des Hörgangs ist das Ergebnis aber gut.

Absolut fantastischer Klang

Zum wichtigsten Punkt: Wie klingen die Freebuds 3? Und hier muss gesagt werden: Großartig! Sie zeigen eine hohe, klare Lautstärke und starke Mitten. Besonders Instrumente und Stimmen kommen fantastisch zur Geltung und auch der Bass ist für die kleinen Dinger nicht von schlechten Eltern.

Können die Freebuds 3 bei der Geräuschunterdrückung nicht mit Over-Ears mithalten, beim Klang sind sie jedenfalls auf Augenhöhe. Auch Anrufe sind kristallklar selbst bei Wind hörbar und versagen erst, wenn es Sturmböen gibt. Dann gilt es, die Geräuschunterdrückung abzuschalten. Anrufe sind weiter möglich und deutlich verständlich, allerdings mit Windgeräuschen dazwischen.

Ideal für Pendler und Öffi-Nutzer

Was die Airpods für iOS-Nutzer sind, sind die Freebuds 3 für Android-Nutzer: Premium-In-Ears, die toll klingen und über smarte Zusatzfunktionen verfügen. Etwa, dass sie automatisch Filme oder Songs pausieren, wenn man sie kurz aus den Ohren nimmt. Die Geräuschunterdrückung bewirkt zwar keine Stille-Wunder, sorgt aber für Nutzer in belebten Umgebungen für eine deutliche Beruhigung.



Preislich liegt man rund 100 Euro unter den Airpods Pro und gleichauf mit den Airpods (2. Generation), die allerdings die Geräuschunterdrückung und das kabellose Laden der Freebuds 3 vermissen lassen. Mit dem fantastischen Klang, der guten Geräuschunterdrückung und dem Tragekomfort über lange Zeit sind die Huawei Freebuds die die Virtuosen der In-Ears und ideal vor allem für Pendler und Öffi-Nutzer.

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