Das 5G-Smartphone, das die Switch schlagen will

Huawei bringt demnächst das Huawei Mate 20X 5G nach Österreich. "Heute.at" konnte das riesige neue Smartphone bereits testen.
Das Huawei Mate 20 X 5G ist riesig ausgefallen. Mit dem 7,2-Zoll-Display bringt es mit knapp über 230 Gramm auch mehr auf die Waage, als man es von einem durchschnittlichen Smartphone gewohnt ist. Äußerlich gleicht es beinahe dem im Vorjahr erschienenen Huawei Mate 20, einzig die damals in Österreich nicht erschienene grüne Farbe ist neu.

Dass besondere Feature des neuen Smartphones deutet der Schriftzug auf der Rückseite an. "5G" prangt da am Gehäuse. Das Gerät unterstützt den nächsten Schritt im Mobilfunkstandard, sobald er in Österreich verfügbar ist. Im Inneren des 999 Euro teuren Geräts gibt es deshalb neue Technik. So schlummert unter dem OLED-Display neben dem Kirin 980 Chipsatz ein Balong 5000-MultiMode-Modem.

Die übrigen Daten kennt man fast eins zu eins vom Mate 20 pro beziehungsweise P30 Pro: Der Akku ist 4.200 mAh stark, das Mate 20X 5G knipst mit einer Leica-Triple-Kamera, arbeitet mit 8 GB Arbeitsspeicher und hat einen erweiterbaren internen Speicher von 256 GB. "Emerald Green" wird übrigens die einzige Farbvariante sein, in dem das Mate 20X 5G in Österreich zu haben sein wird.

Noch Zukunftsmusik

Mit einer fehlenden 5G-Versorgung in Österreich führt sich ein Test des Mate 20X 5G zumindest bei der Datengeschwindigkeit derzeit ad absurdum. Nach Huawei-eigenen Angaben schafft es das Gerät, einen Film mit einer Dateigröße von 2 Gigabyte in nur 20 Sekunden herunterzuladen. In Österreich ist das Gerät aber seiner Zeit voraus. Ausnutzen wird man das Smartphone erst können, wenn 5G tatsächlich breitflächig verfügbar ist.

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In Landeshauptstädten soll das im Laufe des Jahres 2020 der Fall sein, Österreich-weit erst im Jahr 2025. Dennoch bietet das Huawei Mate 20X 5G mehr als nur den 5G-Aspekt. Es handelt sich nämlich neben dem Datenverbindungs- auch um ein Gaming-Monster, das sich sehen lassen kann. Dementsprechend kommt dem Gerät auch der große Akku zugute.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. So spielt es sich mit dem Mate

Beim Spiele-Aspekt macht auch die riesige Größe des Geräts Sinn. Ist es im "Normalbetrieb" mit nur einer Hand schwierig zu bedienen, spielt es im Querformat die Stärke des großen Bildschirms aus. Kurios: Das Display des Smartphones ist dabei mit 7,2 Zoll sogar größer als jenes der Hybridkonsole Nintendo Switch. Die kommt "nur" auf 6,2 Zoll. Bei der Auflösung verfügt die Switch über 1.280 x 720 Pixel bei 237 ppi, das Mate 20X über 2.244 x 1.080 Pixel bei 345 ppi.

Etwas stört den Eindruck der kleine Notch des Handys, der kann aber per einblendbarer Nachrichtenleiste zum Verschwinden gebracht werden, was praktisch einen etwas breiteren Displayrand ergibt. bei den Spielen im Play Store leistet sich das Mate im Test keinerlei Schnitzer. Selbst Grafik-intensive Gaming-Apps wie "Asphalt 9: Legends" brausen ruckelfrei und wunderschön anzusehen über das Display. Und sehen dabei schöner aus, als im direkten Vergleich mit der Switch. Und umgekehrt?

Kein Switch-Killer, aber grandios

Dass das Mate kein Switch-Killer ist, ist nicht die Schuld von Huawei. Lässt man Switch-Games über Emulatoren oder falls vorhanden als Originalversionen am Smartphone laufen, gibt es Vor- und Nachteile. Vorteile sind dabei in der kontrastreichen und scharfen Auflösung und der leichteren Touch-Steuerung aufgrund der Bildschirmgröße zu finden. Ein eigenes "Supercool"-System lässt das Mate zudem kaum warm werden. Nachteile allerdings zeigen sich bei der Darstellung: Viele emulierte Games zeigen Grafik-Artefakte und -Fehler.

Asphalt 9 am Huawei Mate 20X 5G
Asphalt 9 am Huawei Mate 20X 5G


Gemixte Gefühle gibt es beim Ton. Hält man das Smartphone quer, dämpft man mit den Händen die Lautsprecherausgabe. Alternativ lässt sich jedoch ein herkömmlicher Kopfhörer mit dem vorhandenen traditionellen Kopfhöreranschluss nutzen. Fazit: Bei Apps wie "Fortnite" oder "PUBG" ist die Leistung über Stunden beeindruckend. Dennoch schlägt das Mate die Switch nicht – alleine deshalb, weil sich die Spiele auf den Plattformen unterscheiden und sich die Geräte an jeweils eine andere Zielgruppe richten. Das Mate schafft Mobile-Game-Apps hervorragend, die Switch die für sie gemachten Spiele. Beide glänzen in dem, für was sie gemacht sind.

Schön, aber kein Muss

Mit dem Mate 20X 5G ist Huawei ein tolles Spiele-Smartphone gelungen. Kleines Manko: Ein extra für das Mate 20X entwickelter Gamepad-Aufsatz namens Betop G1 wird in Österreich vorerst nicht erscheinen. Schade, denn der hätte das Spielen mit einem Joystick, einem D-Pad und zwei Schulterknöpfen sehr komfortabel gemacht. Geben wird es einzig die Huawei M-Pen, die aber eher fürs Arbeiten auf dem Smartphone gedacht ist.

Kein Muss ist selbst für Spieler das Mate auf dem 5G-Grund: Bis 5G in Österreich tatsächlich ausgerollt wird, ist die Investition von 999 Euro für das Smartphone in dieser Hinsicht nicht lohnenswert. Wer sich allerdings trotzdem für das Smartphone aus Spielegründen interessiert, sollte sich nach dem Mate 2X (ohne 5G-Zusatz) umsehen. Das gibt es zwar offiziell auch nicht in Österreich, es lässt sich aber leicht aus dem Ausland bestellen und verfügt über ähnliche Spezifikationen wie der 5G-Bruder. Allerdings ist es bereits günstiger zu haben, nämlich um rund 600 Euro.

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