Huawei MateBook X Pro im Test: Update für Flaggschiff

Huawei hat sein Laptop-Flaggschiff MateBook X Pro 2020 neu aufgelegt. Beim Design und der Optik ändert sich nichts, im Inneren bei der Technik schon.

Wie der Vorgänger-Laptop mit gleichem Namen besitzt auch das Huawei MateBook X Pro (2020) ein 13,9 Zoll großes Touch-Display mit sehr schmalem Bildschirm-Rand. Auch die Farbe "Space Grey" bleibt vorerst gleich, später im Jahr sollen neue Farben wie "Emerald Green" und "Mystic Silver" folgen. Die graue Version des Laptops erscheint dafür bereits Ende Juni 2020 im heimischen Handel.

In Österreich gibt es zwei Versionen des Geräts: Eine mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte internem Speicher sowie Intel Core i5-10210U Prozessoren der zehnten Generation und eine NVIDIA GeForce MX250 (1.599 Euro) und eine mit ebenfalls 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte internem Speicher sowie Intel Core  i7-10510U Prozessoren der zehnten Generation und eine NVIDIA GeForce MX250 (1.899 Euro).

Sehr hochwertige Verarbeitung

Beim Aluminium-Gehäuse (304 x 217 x 14,6 Millimeter mit 1,33 Kilogramm) hat sich nichts geändert: Das Gerät im matten Grau sieht toll aus und glänzt noch immer durch seine hochwertige Verarbeitung. Auch die Anschlüsse blieben unverändert: 2 x USB-C, 1 x USB-A 3.0 und ein 3,5-mm-Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon sind an Bord. Da sich beim Design nichts getan hat, empfehlen wir für einen detaillierteren Blick auf das Gehäuse unseren Testbericht der Vorgänger-Version des Huawei MateBook X Pro. Mitgeliefert mit dem Laptop werden wieder der Adapter MateDock 2 sowie ein Netzadapter und ein Ladekabel. 

Auch das spiegelnde Display ist bis auf die gute Sichtbarkeit von Fingerabdrücken wieder hervorragend ausgefallen. Die hohe Helligkeit ermöglicht ein Arbeiten auch bei Sonneneinstrahlung und Kontraste, Details und Farben lassen nichts zu wünschen übrig. Die Auflösung beträgt wieder 3.000 x 2.000 Pixel, das Display nimmt dabei 91 Prozent der Bildschirm-Fläche ein. Eine Neuerung zeigt sich dafür dann gleich im Betrieb: Die neue Kühlung ist im Vergleich zum Vorgänger noch flüsterleiser geworden und kommt selbst unter Volllast nicht über ein wenig störendes Summen hinaus.

Kritikpunkt bleibt weiter die Kamera

Wie der Vorgänger wird das Gehäuse des MateBook X Pro bei anspruchsvollen Arbeiten zwar spürbar warm, aber nicht heiß. Ebenfalls nachgebessert hat Huawei bei den vier Lautsprechern des Laptops: Sie können deutlich lauter Musik und Töne abspielen, auf höchster Lautstärke sind aber leichte qualitative Verluste hörbar. Dolby Atmos ist wiederum an Bord. Beibehalten wurde die gute Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und angenehmem Hub, der im Power-Knopf integrierte Fingerabdrucksensor und die Kamera, die in einer Taste versenkt werden kann.

Die versenkbare Kamera bleibt ein Kuriosum des Geräts. Zwar ist die Idee nett, die Kamera ausfahren zu können, nur wenn sie genutzt wird - allerdings ist der Kamerawinkel weiter nicht ideal. In Videokonferenzen und Co. erscheint man von schräg unten gefilmt, was den Nutzer nicht unbedingt ins beste Licht rückt. Wer auf "Augenhöhe" in die Kamera sprechen will, muss das Gerät etwas schräg auf einer Unterlage platzieren. Abseits davon leistet die Tastatur tolle Arbeit: Die Zwischenräume der Tasten zum Gehäuse sind so schmal, dass kaum Staub eindringen kann.

Wer eines hat, muss nicht zwangsläufig umsteigen

Vor allem für Nutzer, die mobil arbeiten wollen und viel unterwegs sind, ist das Huawei MateBook X Pro eines der besten Notebooks überhaupt. Es ist leicht, handlich und bietet mit seinem 7.565-mAh-Akku eine Laufzeit, die viele Konkurrenten erblassen lässt. Huawei selbst nennt 12 Stunden Surfen, 14 Stunden Videowiedergabe und 16 Stunden Bildschirmarbeit als Daten - die wir +- 15 bis 20 Minuten auch so bestätigen können. Vor allem mit der bis zu 16-stündigen Laufzeit ist ein tolles Update zum Vorgänger gelungen. Eine volle Ladung des Laptops dauert knapp über 100 Minuten.

Wer allerdings den Vorgänger besitzt, hat nicht zwangsläufig einen Grund, auf das neue MateBook umzusteigen. Vor allem bei der Leistung sind die Unterschiede für Normalnutzer kaum merkbar. Einzig: Bei hoher Dauerbelastung scheint die Akkulaufzeit stabiler zu bleiben, im Alltagsbetrieb aber schaffen sowohl MateBook X Pro als auch die 2020er-Version alles, was man ihnen an Aufgaben vorsetzt. Die Grafikkarte GeForce MX250 ist zwar nicht das Laptop-Monster, macht aber Zocken von neuen Titeln wie "Doom Eternal" mit niedrigeren Grafikeinstellungen durchaus möglich. Alles in allem ist Huawei beim MateBook X Pro ein kleines, aber feines Update gelungen, das Nutzer anspricht, die ein Arbeitstier für unterwegs suchen.

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