Bergdrama in OÖ

Weihnachtswunder! Mann (19) in letzter Sekunde gerettet

Ein 19-Jähriger verletzte sich bei einer Wanderung am Großen Priel und wurde kurz vor Einbruch der Dunkelheit gerettet.
Sport Heute
26.12.2025, 15:08
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Am Christtag gegen 16 Uhr hat ein 19-jähriger Bursch aus Tschechien einen Notruf abgesetzt. Er war im Bereich der Brotfallscharte unterwegs, wollte laut Polizei Richtung Großer Priel. Im Gemeindegebiet von Hinterstoder hat er sich dabei an der Schulter verletzt.

Kurz bevor es finster wurde, konnte das Notarzthubschrauberteam "Martin 3" den jungen Mann mit einer Taubergung retten und ins Spital fliegen.

In Österreich gehören Bergunfälle zum traurigen Alltag in den Alpen – und die Zahlen sind zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2024 sind insgesamt 309 Menschen in Österreichs Bergen ums Leben gekommen, ein Wert, der über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt und deutlich über den Zahlen des Vorjahres 2023 (271 Tote) liegt. Damit erreicht die Zahl der Alpintoten ein neues Hoch – fast täglich kommt ein Mensch bei Bergsport oder Bergtour ums Leben.

Insgesamt wurden im Jahr 2024 knapp 9.761 Unfälle im alpinen Gelände verzeichnet, ebenfalls mehr als im Zehnjahresmittel von rund 8.422 Fällen. 13.999 Menschen verunfallten, davon ein großer Teil beim Wandern, Bergsteigen und anderen Sommeraktivitäten. Fast die Hälfte der Verletzten (über 6.200) stürzte oder verletzte sich auf Pisten und Skirouten im Winter.

Die häufigsten Unfallursachen sind Stürze, plötzliche Wetterumschwünge, Erschöpfung und in vielen Fällen auch medizinische Notfälle wie Herz-Kreislauf-Zusammenbrüche. Besonders gefährlich sind technische Abstiege – viele Unfälle passieren beim Abstieg, wenn die Konzentration nachlässt und der Körper müde ist.

Ein Blick auf die Opfer zeigt, dass besonders ältere Bergsportler ab etwa 50 Jahren gefährdet sind. Diese Altersgruppe macht einen großen Teil der Unfälle aus, oft weil körperliche Belastung, Risikoeinschätzung und Wetterbedingungen unterschätzt werden.

Neben den Todesfällen gibt es auch viele nicht-tödliche Unfälle, die zu schweren Verletzungen oder Einsätzen der Bergrettung führen. Die Statistik wird vom Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit (ÖKAS) und der Alpinpolizei geführt – allein von der Alpinpolizei werden jährlich mehr als 8.000 Bergunfälle aufgenommen und in einer gemeinsamen Datenbank erfasst.

Diese Zahlen belegen: Bergsport in Österreich bringt ein erhebliches Risiko mit sich. Gute Vorbereitung, realistische Selbsteinschätzung, Wetter-Check und richtige Ausrüstung sind nicht nur sinnvoll – sie können über Leben und Tod entscheiden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.12.2025, 15:12, 26.12.2025, 15:08
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