Welt

Hügel brach auseinander, verschüttete Hunderte

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:21

Erst schüttete es wie aus Kübeln, dann brach ein gesamter Hügel auseinander. Riesige Erdmassen verschütteten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Vorort von Guatemala City unter sich. 400 bis 600 Menschen wurden in ihren Häusern verschüttet, die Toten werden stündlich mehr, momentan geht man von mindestens 73 Verstorbenen aus.

Cambray, ein Grützel von Santa Caterina Pinula, 15 Kilometer östlich von Guatemala City wurde unter dem Hügel, der es überragte, begraben. 125 Häuser sind über Nacht einfach verschwunden.

Hunderte Helfer müssen sich durch Tonnen von Schlamm, Erde und Steine arbeiten, um die Verschütteten zu erreichen. Stündlich werden mehr Tote gefunden, auch ein Neugeborenes wurde aus den Trümmern bereits tot geborgen. Während bisher über 70 Leichen geborgen wurden, wurden auch 30 Menschen lebend gefunden.

Schwierige Bergungen

Die Bergungsarbeiten sind schwierig. Erst musste schweres Gerät in die Region gebracht werden, dann behinderten weiter schwere Regenfälle die Arbeiten.

Die Katastrophe passierte in wenigen Minuten. Tagelang prasselte starker Regen vom Himmel, von Mai bis November herrscht in Guatemala Regenzeit. Binnen Minuten bracht dann der Hügel in zwei Teile, die Erdmassen rutschten ins Tal und damit auf den Stadtteil.

1.600 Einsatzkräfte vor Ort

Laut Katastrophenschutz war bekannt, dass der Ortsteil gefährdet war und dringend umgesiedelt hätte werden müssen. Laut Bevölkerung wurden sie allerdings nie aufgeklärt.

Einsatzleiter Sergio Cabanas sagte, es sei sehr unwahrscheinlich, noch mehr Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Dennoch setzten rund 1.600 Rettungskräfte und zahlreiche Anrainer die Bergungsarbeiten in der Siedlung Cambray 2 auch am Samstag und Sonntag fort. "Gott sei den Toten gnädig, schenke den Verletzten Linderung, tröste die Angehörigen und gebe den Rettungskräften Kraft", schrieb Präsident Alejandro Maldonado auf Twitter.

 

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