Mutter: "Bist alles für mich"

Hund beißt Matilda (4) tot – nun kommt alles ans Licht

Eine Vierjährige wurde in Drosa vom eigenen Familienhund totgebissen. Der American Staffordshire Terrier war zuvor aus einer Box gelassen worden.
Newsdesk Heute
10.07.2026, 13:36
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Nur wenige Tage vor der tödlichen Attacke hatte die Hundehalterin ein gemeinsames Foto mit ihrem American Staffordshire Terrier "Abel" veröffentlicht. Dazu schrieb die 32-Jährige: "Du bist alles für mich."

Eine Woche später kam es im Wohnzimmer des Familienhauses in Drosa im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt zur Katastrophe. Der Hund soll zunächst in einer Gitterbox eingesperrt gewesen sein. Gegen 16.30 Uhr ließ ihn ein 30-jähriger Besucher heraus, um mit dem Tier zu spielen.

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Als die vierjährige Matilda den Hund streicheln wollte, packte dieser plötzlich zu. Das Tier verbiss sich im Bauch des Mädchens. Mehrere Erwachsene versuchten mit aller Kraft, den Hund von dem Kind zu trennen. Es gelang ihnen nicht rechtzeitig.

Nachbarn hörten die verzweifelten Schreie des Mädchens: "Es war schrecklich... Danach bekamen wir mit, wie die Mutter das Kind aus der Wohnung ins Freie trug". Blutspuren reichten bis vor das Haus.

Fahrlässige Tötung

Polizisten begannen sofort mit der Wiederbelebung, später übernahmen Rettungskräfte und ein Notarzt. Alle Versuche blieben erfolglos. Gegen 17.30 Uhr wurde der Tod der Vierjährigen festgestellt.

Neben Matilda befanden sich auch ihr elfjähriger Bruder und ein Neugeborenes in einer Babyschale in der Wohnung, berichtet die "Bild". Der Hund griff die beiden Kinder nicht an. Sie wurden nach dem Vorfall in die Obhut des Jugendamts gebracht.

Gegen die Mutter und den Mann, der den Hund aus der Box gelassen haben soll, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Leichnam des Mädchens wurde beschlagnahmt und sollte gerichtsmedizinisch untersucht werden.

Drogenfund

Bei dem Einsatz entdeckten Polizisten außerdem kleine Säckchen mit mutmaßlichem Crystal Meth. Wem die Drogen gehören, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

"Abel" wurde nach der tödlichen Attacke in ein Tierheim gebracht. American Staffordshire Terrier gelten in Sachsen-Anhalt als gefährliche Hunde. Für ihre Haltung gelten besondere Auflagen.

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