Hunde passen viele ihrer Aktivitätsmuster an den Alltag ihrer Besitzer an – auch nachts.
Eine neue vierwöchige Beobachtungsstudie der Duke University hat nun untersucht, wie eng diese Abstimmung tatsächlich ist und ob ein Hund im Bett den menschlichen Schlaf wirklich stört.
Das Ergebnis dürfte viele Hundefreunde freuen: Das gemeinsame Schlafen im Bett verschlechterte die objektiv gemessene Schlafdauer und Schlafeffizienz der Besitzer nicht messbar.
Wie scinexx berichtet, trugen 25 erwachsene Hundebesitzer und ihre insgesamt 38 Hunde – ausschließlich Huskys und Malamutes – über etwa vier Wochen Bewegungssensoren. Die Forscher um Ming Fei Li werteten dabei 777 Nächte bei den Menschen und 1.093 Nächte bei den Hunden aus.
Besonders spannend: Bei 22 von 36 untersuchten Mensch-Hund-Paaren fanden die Wissenschaftler ein erkennbares Muster gekoppelter Aktivität. Innerhalb eines Zeitfensters von fünf Minuten bewegten sich beide Partner oft fast gleichzeitig.
In zehn dieser Paare setzte die menschliche Bewegung vor der des Hundes ein, nur in vier Fällen war es umgekehrt. Bei acht Paaren bewegten sich Mensch und Hund sogar innerhalb derselben Minute.
Obwohl zwölf der 25 Teilnehmer angaben, ihr Hund unterbreche ihren Schlaf, berichteten 18 Teilnehmer, dass sie sich beim Schlafen mit ihrem Hund sicherer fühlten. Diese psychologischen Effekte könnten erklären, warum subjektive und objektive Schlafmaße manchmal auseinandergehen.
Die Forscher weisen darauf hin, dass die Studie nur eine kleine Gruppe umfasste und ausschließlich Huskys und Malamutes einbezog. Künftig wollen sie die Aktivitätsmuster von Begleithunden auch mit frei lebenden Hunden und Wölfen vergleichen.