Tierische Studie

Überraschung! Hunde weinen, aber nicht aus Trauer

Hunde können tiefe Trauer empfinden – doch kullern dabei tatsächlich Tränen? Die Wissenschaft hat darauf eine überraschende Antwort.
Heute Tierisch
28.09.2026, 09:25
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Ein trauriger Blick, feuchte Augen – und schon könnte man meinen, der Hund weint. Tatsächlich können Gefühle bei unseren Vierbeinern die Tränenproduktion beeinflussen. Mit menschlichem Weinen ist das allerdings nicht gleichzusetzen.

Hunde können ohne Zweifel starke Emotionen empfinden. Sie freuen sich über ihre Bezugspersonen, können Angst und Stress erleben und zeigen nach dem Verlust eines vertrauten Menschen oder tierischen Gefährten mitunter deutliche Verhaltensänderungen. Doch kullern deshalb auch Tränen der Trauer über ihre Wangen?

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Tränen ja - aber nicht aus Trauer

Tränen erfüllen beim Hund zunächst dieselbe wichtige Aufgabe wie bei uns: Sie halten die Augen feucht, schützen die Hornhaut und helfen dabei, Fremdkörper auszuspülen. Tränende Augen können außerdem durch Reizungen, Allergien, verstopfte Tränenkanäle, Verletzungen oder Erkrankungen wie eine Bindehautentzündung entstehen.

Spannend wurde es allerdings 2022: Japanische Forscher untersuchten, ob auch Emotionen die Tränenproduktion von Hunden beeinflussen können. Dabei zeigte sich, dass die Tiere nach der Wiedervereinigung mit ihren Haltern nach mehreren Stunden Trennung mehr Tränenflüssigkeit produzierten. Beim Wiedersehen mit anderen vertrauten Personen fiel dieser Effekt geringer aus.

Ist das "Kuschelhormon" schuld?

Als mögliche Erklärung rückte Oxytocin in den Mittelpunkt. Das häufig als "Kuschelhormon" bezeichnete Hormon spielt bei sozialen Bindungen zwischen Hund und Mensch eine wichtige Rolle. Die Forscher konnten Hinweise darauf finden, dass Oxytocin auch die Tränenproduktion beeinflusst.

Von echten "Freudentränen" wie beim Menschen zu sprechen, wäre dennoch etwas voreilig. Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen einer positiven emotionalen Situation und erhöhter Tränenproduktion – nicht, dass Hunde aus Rührung bewusst weinen.

So zeigt der Hund seine Trauer

Ist ein Hund traurig oder trauert er um eine Bezugsperson, zeigt sich das vielmehr in seinem Verhalten. Manche Tiere ziehen sich zurück, schlafen mehr, verlieren vorübergehend den Appetit oder wirken ungewöhnlich lustlos. Andere suchen verstärkt Nähe, winseln, jaulen oder suchen nach dem verschwundenen Menschen oder Tier.

Wer also in die feuchten Augen seines Hundes blickt, sollte sie nicht automatisch als Zeichen eines gebrochenen Herzens deuten. Und tränt ein Auge plötzlich stark, dauerhaft oder kommt Rötung, Schwellung beziehungsweise schleimiger oder eitriger Ausfluss hinzu, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt einen Blick darauf werfen.

red,28.09.2026, 09:25