Ein gemütlicher Abend kann schnell anders verlaufen als geplant. Das musste Nataliya aus Riehen im Kanton Basel-Stadt in der Schweiz erleben. Eine Spinne biss die Frau beim Wäsche zusammenlegen. Die Schmerzen beschreibt laut "20 Minuten" sie als deutlich stärker als bei einem Wespenstich.
Im Vergleich zu einem Wespenstich habe sich der Biss für sie etwa dreimal so schlimm angefühlt. Damit hatte Nataliya offenbar nicht gerechnet. Denn Spinnenbisse werden in der Schweiz genauso wie hierzulande zwar immer wieder gemeldet, schwere Folgen sind bei heimischen Arten jedoch selten.
Bei der Spinnenart, die Nataliya gebissen hat, handelte es sich übrigens um eine Nosferatu-Spinne. Der Krabbler hatte sich in der Wäsche versteckt – und biss zu, als Nataliya die Kleidung zusammenlegen wollte. Der Finger der Frau schwoll deutlich an, der "Angreifer" wurde laut ihren Angaben per Fliegenklatsche erledigt. Dass Spinnen "harmlos" seien, glaubt sie nun nicht mehr.
Bei einem Spinnenbiss können Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen auftreten. Je nach Art können die Beschwerden unterschiedlich stark ausfallen. Der Ammen-Dornfinger etwa kann einen Biss verursachen, der in seiner Schmerzintensität mit einem Wespenstich vergleichbar ist.
Für die meisten in Mitteleuropa vorkommenden Spinnen gilt allerdings: Ein Biss ist selten und bleibt meist bei lokalen Beschwerden. Wichtig ist auch, zwischen einem schmerzhaften Biss und einer tatsächlich gefährlichen Vergiftung zu unterscheiden. Bei stärkeren Beschwerden, einer ausgeprägten Schwellung oder weiteren Symptomen sollte man dringend zum Arzt.