Märkte zittern

Öl-Pipeline zerbombt – Reparatur könnte Wochen dauern

Öl-Alarm! Eine wichtige Pipeline in Saudi-Arabien steht nach Angriffen still. Jetzt droht ein neuer Preis-Hammer.
Newsdesk Heute
14.09.2026, 17:25
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Die Märkte zittern! Grund ist die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien. Über diese Verbindung flossen bisher vier bis fünf Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Damit war sie für etwa vier bis fünf Prozent des weltweiten Angebots verantwortlich. Nach Angriffen geht jetzt nichts mehr.

Neben der faktischen Blockade der Straße von Hormus und der Eroberung der jemenitischen Küste am Roten Meer um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab durch die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz setzt nun auch dieser Ausfall den Welthandel unter Druck – die Ölpreise bewegen sich auf einem Hoch.

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Analyst rechnet mit dem Schlimmsten

Für den weltweit größten Öl-Exporteur Saudi-Arabien ist die Pipeline zwischen dem Persischen Golf mit dem Roten Meer von zentraler Bedeutung. Wie bereits berichtet, wurde sie nun nach Angriffen in den Regionen Riad und Medina abgedreht. Satellitenbilder zeigen schwere Brandschäden an Anlagen.

Wie lange die Sperre der Pipeline andauert und wer für die Angriffe verantwortlich ist, ist unklar. Im Irak wurden Ermittlungen aufgenommen. Demnach seien die verantwortlichen Drohnen von dort aus gestartet. Unterdessen vermuten Personen aus der Öl-Branche, dass die Reparaturen fünf bis sechs Wochen dauern könnten. Manche hoffen, dass die Verbindung schon während der Arbeiten wieder geöffnet werden könnte, berichtet "Bild".

Besonders düster sieht der US-Ölmarktanalyst Andy Lipow die Lage. Er geht davon aus, dass die Pipeline für Monate stillgelegt werden könnte. Von offizieller Seite aus wurde allerdings noch kein Zeitplan veröffentlicht.

Vorräte werden knapp

Die Vorräte im wichtigen, saudi-arabischen Exporthafen Yanbu sollen laut Händlern und Käufern jedenfalls nur fünf bis sieben Tage reichen. Sollte die Pipeline bis dahin nicht zumindest teilweise wieder in Betrieb sein, werde es zu einem Rückgang bei den Ausfuhren kommen.

Die Lage machte sich auch auf dem Markt bemerkbar. So kostete die Referenzsorte Brent pro Barrel am Montag 107,60 Dollar (rund 94 Euro). Dies könnte sich nun ausweiten und dazu führen, dass die Preise an den Zapfsäulen erneut ansteigen.

red,14.09.2026, 17:25