Ein tragischer Unfall am Chitila-See bei Bukarest forderte das Leben eines 16-jährigen Burschen. Er sprang ins Wasser, um seine ins Strudeln geratene Freundin zu retten. Trotz intensiver Wiederbelebungsversuche durch die Rettungskräfte konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.
Wie die Zeitung "Libertatea" berichtet, erklärten die Ärzte am Wochenende den Hirntod des Jugendlichen. Die Eltern, getrennt, aber in Trauer vereint, gaben ihr Einverständnis zur Organspende. So konnten Herz, Leber, Nieren und Hornhäute entnommen und vier schwerkranken Menschen eine neue Chance auf Leben geschenkt werden.
Die Leber wurde erfolgreich einem 17-jährigen Burschen transplantiert, der an einer fortgeschrittenen Autoimmunzirrhose litt. Das Herz erhielt ein 50-jähriger Patient mit schwerer Herzinsuffizienz. Auch die Nieren und Hornhäute werden nun anderen Patienten Hoffnung geben.
Der 16-Jährige galt als ruhig, hilfsbereit und selbstlos. Er hatte mehrere Geschwister und besuchte die siebte Klasse einer Schule in Chitila. Aufgrund schwieriger familiärer Umstände musste er bereits zwei Schuljahre aussetzen. Seine Tat und die Entscheidung der Familie zur Organspende werden nun als Beispiel besonderer Menschlichkeit angesehen.