Tiere

Hunde können extreme Trennungsangst haben

Nach der Corona-Quarantäne sollten Besitzer besonders sensibel mit ihren Haustieren umgehen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:51

Mit der Corona-Krise kam ein positiver Nebeneffekt: Besitzer sind die letzten Wochen über vermehrt bei ihren Vierbeinern zu Hause gewesen. Wenn der Ausnahmezustand jedoch ein Ende findet, bedeutet die Erleichterung für Menschen eine Stresssituation für viele Tiere.

Diese haben sich nun an die neue Routine und die Anwesenheit ihres Herrchens oder Frauchens gewöhnt, so der Tierpsychologe Roger Mugford im Interview mit der britischen Zeitung "The Times". Sobald diese wieder das Haus verlassen, um zur Arbeit zu gehen, könnten die Haustiere "extreme Trennungsangst entwickeln". Vor allem Hunde seien gefährdet: "Mit dem verstärkten Zusammensein mit ihren Familien bauen Hunde eine Überabhängigkeit auf", sagt Mugford. Plötzlich fehlt die Bezugsperson.

Routinen sind wichtig für Hunde. Sie mögen Beständigkeit und Vorhersehbarkeit. Veterinärmedizinerin Karen Sueda von der UC Davis School of Veterinary Medicine in Kalifornien gegenüber dem Insider: "Jedes Mal, wenn sich etwas abrupt ändert, kann dies zu Stress führen."

Wie reagiert der Hund in einer Stresssituation?

Es kann vorkommen, dass Hunde, die nie Verhaltensauffälligkeiten aufgewiesen haben, sie daraufhin entwickeln. Sie könnten beispielsweise in die Wohnung pinkeln, heulen, kauen oder sogar versuchen, Fluchtversuche zu unternehmen. Für die Hunde bedeutet die Trennungsangst häufig nicht nur eine psychische Belastung. Sie könnten sich körperlich verletzen, wenn sie etwa versuchen, durch Fenster oder Türen zu graben oder zu kauen. Deswegen raten Experten dazu, den Hund schrittweise an die Trennung heranzutasten. Zwischendurch sollte man das Zimmer und die Wohnung verlassen und die Türe schließen.

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