Für ihre herzlosen Gewalttaten fassten zwei Waldviertlerinnen (33, 40 Jahre) 20 bzw. 14 Jahre Haft plus Maßnahmenvollzug aus – die langen Haftstrafen wurden am Mittwoch (19.9.) auch in der Berufungsverhandlung bestätigt, sind mittlerweile rechtskräftig. "Die Mutter ist kein normaler Mensch. Sie leidet unter einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung", so Star-Anwältin Astrid Wagner zu "Heute".
Doch erst durch die 40-jährige Komplizin und deren perfide Ideen habe die 33-Jährige plötzlich Macht über ihren Sohn erlangt, was in unfassbarem Sadismus endete. Die kruden Folter-Ideen sollen auf dem Mist der 40-Jährigen gewachsen sein. Der Bub wurde immer wieder geschlagen, in eine Hundebox eingesperrt und mit kaltem Wasser übergossen. Er wäre fast verhungert, überlebte nur mit viel Glück – wir berichteten.
Mittlerweile sind die beiden ehemals "besten Freundinnnen" wieder zurück im Maßnahmenvollzug in der Justizanstalt Asten (OÖ), in der Nähe von Linz. Die 33-Jährige wird ihre Einflüstererin (40) nicht los. Diese gilt auch hinter Gittern als bauernschlau und manipulativ, soll auch im Häf’n Ärger machen. Die 40-jährige Anstifterin soll es geschafft haben, in der Haft eine Clique um sich zu scharen und dort den Ton anzugeben. Bei der Essensausgabe soll sie "bestimmend" aufgetreten sein und Forderungen gestellt haben.
"Meine Mandantin hat auch im Gefängnis Angst vor ihr", erklärt Verteidigerin Astrid Wagner. "Sie fürchtet sich vor ihr und will endlich ihr Geld zurück haben."
Jahrelang soll die 40-Jährige ihre jüngere Freundin voll unter Kontrolle gehabt haben. So ließ sie sich von ihr angeblich Handyrechnungen bezahlen und sich von der 33-Jährigen 20.000 Euro für ein neues Auto schenken. Die "bauernschlaue" Einflüsterin soll die 33-Jährige auch dazu überredet haben, ihr das Geld aus dem Verkauf eines Einfamilienhauses in Waidhofen/Thaya im Waldviertel zu überweisen.
Ein 12-Jähriger wurde von der eigenen Mutter und deren Freundin fast zu Tode gequält.
Die 40-Jährige soll laut Wagner insgesamt rund 200.000 Euro kassiert haben. "Meine Mandantin hätte das Geld gerne zurück für den Buben, weil er eine Therapie braucht." Bisher überwies die Mutter dem Opfer erst einmal 500 Euro. Von der Komplizin, selbst vierfache Mutter, gab es bis dato noch keinen Cent – wo das viele Geld geblieben ist, bleibt ein Rätsel.