Hunderte Verletzte bei schweren Protesten in Jerusalem

Hunderte Verletzte bei schweren Protesten in Jerusalem
Hunderte Verletzte bei schweren Protesten in JerusalemEMMANUEL DUNAND / AFP / picturedesk.com
Am Jerusalem-Tag ist es in der israelischen Hauptstadt zu heftigen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der Polizei gekommen.

Bei schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg sind am Montag Hunderte Menschen verletzt worden. Die Sicherheitskräfte setzten Blendgranaten, Gummigeschoße und Tränengas gegen die Steine werfenden "Extremisten" ein. 

Tempelberg als Streitpunkt

Das Land begeht heute den Jerusalem-Tag und feiert damit die Eroberung des arabischen Ostteils von Jerusalem einschließlich der Altstadt während des Sechstagekriegs 1967. Dabei hat der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee für Juden wie Muslime eine herausragende Bedeutung.

Aus Sorge vor Gewalt hatte die israelische Polizei Juden heute verboten, bei Flaggenmärschen durch die Altstadt auch den Tempelberg und die Klagemauer zu besuchen. Der Status Jerusalems ist eine der zentralen Streitfragen im Nahostkonflikt. Die Palästinenser sehen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

Internationale Kritik an Zwangsräumungen

Am Wochenende war es unter anderem wegen der möglichen Zwangsräumungen zugunsten israelischer Siedler in Ost-Jerusalem zu massiven Protesten gekommen. Eine Sprecherin erklärte, die Polizei werde es nicht zulassen, dass "Extremisten" die öffentliche Sicherheit gefährdeten.

Der jordanische König Abdullah II. hat "die israelischen Verstöße und die Praktiken, die zur Eskalation rund um die Al-Aqsa-Moschee führten, verurteilt". Zudem wies er "die Versuche der israelischen Behörden" zurück, "die demografische Lage in Ost-Jerusalem zu verändern". Er kritisierte die "Provokationen gegenüber den Bewohnern von Jerusalem, die gegen Völkerrecht und die Menschenrechte" verstießen. Jordanien ist Hüter der heiligen Stätten in Ost-Jerusalem.

Auch die UNO und die USA zeigen sich "tief besorgt" wegen der Gewalt und den drohenden Zwangsräumungen. 

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