Wenn alle nass sind, ist es "Dog Diving"

Hoch hinaus und "Platsch". Ein echter Spaß für die Wasserratten unter den Hunden: Dogdiving.
Hoch hinaus und "Platsch". Ein echter Spaß für die Wasserratten unter den Hunden: Dogdiving.©CKFotografie
In unserer Hundesport-Reihe möchten wir mit dem "nassen" Vergnügen "Dog Diving" starten, welches immer mehr an Bedeutung in Österreich gewinnt.

"Dog Diving"... oder "Dock Diving", oder "Dock Jumping" beschreibt eine besonders lustige Hundesportart aus den USA, wo der Hund in mehreren Disziplinen besonders hoch und/oder weit in ein tiefes Pool springen soll. In Österreichs größtem Hundesportzentrum "Dogmotion" in Königsstetten, nähe Tulln wird dieser (Wasser-)Sport federführend angeboten und auch mit den Hunden trainiert. "Heute" war vor Ort und hatte einen kleinen Plausch mit Dog Diving Trainer und amtierenden Europameister 2019 Raffael Ott. 

Zunächst muss man sagen, dass der Name etwas fehlleitet, da die Hunde in keiner Disziplin tatsächlich "tauchen" (diving) müssen. Allerdings platschen vor allem sehr große Rassen mit einer ordentlichen Portion "Wasserverdrängung" in das 10 Meter lange Hundepool und verwandeln die Zuseher in "gebadete Mäuse" (wie man bei uns unschwer im Video erkennen kann). Gut, bei den hochsommerlichen Temperaturen nehmen wir es dankbar hin, dass die Frisur nicht mehr so gut sitzt. 

Zu den Eckdaten: 

Dog Diving kann von jedem Hund, egal welcher Rasse, ausgeführt werden, sofern er das Wasser nicht als "Feind" betrachtet und sein Spielzeug liebt. Hier sollte man lediglich als menschliche "Wurfmaschine" beachten, dass der Dummy gut schwimmt und eine angenehme Größe für den Hund hat, damit er ihn leicht aus dem Wasser schnappen kann. 

Ist dein Hund also eine richtige Wasserratte, kannst du dich auf der Dogmotion Website über die angebotenen Schnupperkurse - oder auch Workshops - informieren. Viele Hunde gehen gerne ins Wasser, haben aber oft Schwierigkeiten, aus Distanz hineinzuspringen. Bei allen Regeln sollte der Spaß mit dem Hund, wie in jedem Sport, an erster Stelle stehen. 

Disziplin: 

Insgesamt gibt es drei Disziplinen, die mit dem Hund beim "Dog Diving" ausgeführt werden können: 

- BIG AIR

Hier zählt die Weite des Sprungs ins Wasser. Diese Disziplin ist bislang in Europa die bekannteste und wird bei Turnieren und Meisterschaften ausgetragen (Die Europameisterschaft findet heuer nach acht Jahren sogar wieder in Wien statt). Gezählt werden zwei Sprünge, deren Weite dann für die Gesamtwertung addiert werden. Zur besseren Vorstellung: Die längsten Sprünge liegen bei großen Hunden (Klasse LARGE) bei mehr als sieben Meter. 

- SPEED & RETRIEVE

Hier geht es um die Geschwindigkeit. Der Hund wird auf Signal mit Anlauf ins Wasser geschickt, wo er am anderen Ende des Beckens einen Dummy holen muss. Die Geschwindigkeit, bis er das Spielzeug berührt, wird gemessen. 

- EXTREME VERTICAL

Hier zählt die Höhe des Sprungs. Der Hund muss sein Spielzeug, dass an einem Galgen befestigt ist, erreichen. Da sich manche Hunde hier gerne "überstrecken", wenn sie den Dummy nicht erwischen, ist dies ausnahmsweise nicht für jeden Hund etwas. 

"Coole" Abwechslung

Neben dem Interview haben wir uns natürlich auch mit Kursteilnehmern unterhalten und konnten feststellen, dass allesamt Dog Diving als willkommene Abwechslung zu anderen Sportarten betätigen. Während der Hund auf dem Platz seine Konzentration und Mobilität unter Beweis stellen muss, hat er hier eigentlich "nur" eine Aufgabe: AB INS KÜHLE NASS! Tja, wer will das nicht bei 35 Grad? 

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