Im Hypo-U-Ausschuss sagte am Donnerstag Ex-Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) unter großem Medieninteresse aus. In seine Amtszeit fiel die umstrittene Notverstaatlichung der Bank Ende 2009, die Pröll wiederholt als "alternativlos" verteidigte. Die Entscheidung dazu war vor genau sechs Jahren gefallen, nach einem 17-stündigen, nächtlichen Verhandlungsmarathon.
Im (ÖVP) unter großem Medieninteresse aus. In seine Amtszeit fiel die umstrittene Notverstaatlichung der Bank Ende 2009, die Pröll wiederholt als "alternativlos" verteidigte. Die Entscheidung dazu war vor genau sechs Jahren gefallen, nach einem 17-stündigen, nächtlichen Verhandlungsmarathon.
Riesen Medienauflauf im Parlament am Donnerstag: Als die Fotografen und Kameraleute den Ex-Finanzminister vor Prozessbeginn wie wild knipsten, sagte Pröll erstaunt: "Da ist ja mehr los, wie bei einer Regierungsangelobung."
Pröll bezeichnete am Donnerstag den angeblich umstrittenen Schritt der Notverstaatlichung der Bank erneut als "alternativlos", mit der Begründung, dass damit ein „Dominoeffekt“ vermieden worden sei. Man habe größeren Schaden von Kärnten und der Republik abgewendet, so Pröll, der mehreren Abgeordneten emotionale Wort- und Schreiduelle lieferte. Überhaupt gingen die Wogen bei der Befragung immer wieder hoch.
Gar für eine Unterbrechung sorgte Prölls Verweigerung, die Namen seiner Anwälte preiszugeben, die ihn bei der Entscheidung beraten hatten.
Pröll und der damalige Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) gaben die Entscheidung zur Notverstaatlichung damals bekannt, nachdem sie in einer Marathonsitzung zur Erkenntnis gekommen waren, dass die Hypo nicht mehr bilanzieren können werde.
Kritiker behaupteten, man habe sich vom Mehrheitseigentümer Bayerische Landesbank (BayernLB) zu früh und zu sehr in die Karten schauen lassen.