Ibiza-Video wurde auch der Strabag angeboten

Neue Enthüllungen rund um das Ibiza-Video von Strache und Gudenus: Anscheinend wurde es der Strabag (die im Video erwähnt wird) für fünf Millionen Euro angeboten.
Es scheint neue Enthüllungen im Fall des Ibiza-Videos, das zu den Rücktritten von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus und der Auflösung der türkis-blauen Koalition geführt hat. Wie Hans-Peter Haselsteiner gegenüber der "Presse" bestätigte, ist das gesamte, siebenstündige Video dem Baukonzern Strabag über einen von dessen Lobbyisten angeboten worden.

Er selbst habe damals aber nicht davon erfahren, weil das Angebot nicht an ihn weitergeleitet wurde. Die Vermittler bzw. Auftraggeber verlangten fünf Millionen Euro für das gesamte Material. Auf die Strabag als potentiellen Käufer kamen die Drahtzieher wohl, weil Strache im Video Haselsteiner und die Strabag erwähnt und verspricht, dass er dem Konzern jegliche öffentliche Aufträge entziehen werde.

Die Strabag lehnte ab, auch mehrere Parteien und Medien in Österreich lehnten einen Kauf des Videomaterials ab.

CommentCreated with Sketch.13 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Mit Goldmünzen bezahlt"

Laut dem Online-Portal "EU-infothek.com" soll das Video – entgegen anders lautender Erklärungen – von der deutschen Polit-Aktivistengruppe "Zentrum für politische Schönheit" gekauft worden sein.

Diese hätten für sieben frei wählbare Sequenzen insgesamt 600.000 Euro in Goldmünzen bezahlt, schreibt das Portal, dessen Behauptungen derzeit nicht überprüfbar sind.

Für die Involvierung der Aktivistengruppe spricht, dass sie kurz vor Veröffentlichung der Sequenzen durch "SZ" und "Spiegel" auf einem eigens angelegten Twitter-Account, deren erster Follower sie waren, einen zuvor unveröffentlichten Ausschnitt online stellten. Darin verbreitet Strache untergriffige Gerüchte über seine damaligen politischen Gegner Christian Kern (damals SPÖ-Chef und Kanzler) und Sebastian Kurz (ÖVP-Chef und damaliger Außenminister).

(hos)

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