"Ich bin sowohl der Frosch, als auch der Wetterfrosch“

Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz als Gefängniswärter Frosch
Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz als Gefängniswärter FroschBarbara Palffy
Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz erzählt im Interview mit "Heute", warum der Frosch eine der dankbarsten Rollen ist.

Dem heutigen Start seiner Operette Langenlois (NÖ) blickt Intendant Christoph Wagner-Trenkwitz mit ein wenig Unbehagen entgegen: "Die Generalprobe hat es uns verregnet, also hoffe ich jetzt darauf, dass das ein gutes Vorzeichen für die Premiere ist“. Gespielt wird von heute bis zum 14. August "Die Fledermaus" von Johann Strauss.

"Elektra" wird zum nächsten Höhepunkt

"Es wurde ja auch gewitzelt, dass die Themen 'Fledermaus' und 'Maskenball' in Coronazeiten wirklich nicht passend sind. Aber ich glaube, dass so ein beschwingter und niveauvoller Freiluft-Operettenabend uns wahnsinnig viel an Freude und Freiheit zurückgibt, was uns lange Monate lang ziemlich beschnitten wurde. Das haben wir doch alle dringen nötig!"

Wagner-Trenkwitz selbst spielt im Stück den legendären Gefängniswärter Frosch "Der Frosch ist eine der dankbarsten Rollen überhaupt. Sie ist wirklich nicht lang, alle warten auf ihn und die Rolle ist einfach toll. Dieser Frosch mit seinem Monolog ist der einzige ehrliche Alkoholiker unter lauter verlogenen Gelegenheitstrinkern."

Laue Abende als liebste Naturgewalt

"Ich bin hier also sowohl der Frosch, als auch der Wetterfrosch“, lacht er, der früher als Intendant des Sommertheaters in Haag immer wieder mit Schlechtwetter gehadert hat: "In Haag habe ich das Wetter wahnsinnig zu Herzen genommen. Ich habe jeden Regentropfen als persönliches Versagen empfunden. Mittlerweile sehe ich es ein bisschen lockerer!“

Und das, obwohl die Tribüne in Haag überdacht ist, jene im Schlosspark von Langenlois aber nicht. "Die Zuschauer und die Akteure sind hier den Naturgewalten alle gleich ausgesetzt. Wobei mir ein lauer Abend die liebste Naturgewalt ist. Wir haben hier halt auch sehr aufwendige Kostüme, zum Beispiel mit echten Straußenfedern. Die darf es natürlich nun gar nicht verregnen. Sonst wird unsere eigentlich liebe Kostümbildnerin zur Furie, wenn sie mitbekommt, dass ihre Kopfbedeckungen in Mitleidenschaft gezogen werden..."

Die Prognose für heute Abend (20.30 Uhr) sieht für Schlosspark Langenlois zwar noch eher unsicher aus, aber Wagner-Trenkwitz versucht es gelassen zu sehen: "Wenn's tuscht, dann tuscht es." Es gibt für die heutige Premiere noch Restkarten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account fh Time| Akt:
KulturOperNiederösterreichSalzburgTheaterCoronavirusHaagWetterLangenloisChristoph Wagner-Trenkwitz

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen