Lamine Yamal strahlte, winkte nach dem Schlusspfiff seinem kleinen Bruder auf der Tribüne zu. Kylian Mbappe dagegen schlich mit gesenktem Kopf vom Platz. Im WM-Halbfinale in Dallas setzte sich Spanien gegen Frankreich mit 2:0 durch und steht erstmals seit 2010 wieder im Endspiel.
Der Europameister ließ dem französischen Star-Ensemble kaum eine Chance. Mikel Oyarzabal brachte die Spanier nach einem an Yamal verursachten Elfmeter in der 22. Minute in Führung, Pedro Porro machte mit dem 2:0 (58.) alles klar. Im Finale wartet nun Titelverteidiger Argentinien oder England.
"Das ist ein Traum, der Wirklichkeit wird. Ich hätte das niemals für möglich gehalten. Wir haben ein großes Spiel gemacht", jubelte Torschütze Porro. Besonders hob er den Zusammenhalt hervor: "Wir 26 sind eine Einheit, der ganze Kader. Das hier ist für uns alle. Ich kriege Gänsehaut."
Auch Teamchef Luis de la Fuente blickt bereits auf das Endspiel. "Jetzt haben wir diesen Schritt gemacht und wollen auch den Titel", sagte der Erfolgstrainer. "Ich bin extrem glücklich." Zudem betonte er: "Ich bin stolz, ein Spanier zu sein."
Für Yamal könnte das Finale zu einem weiteren Meilenstein werden. Gewinnt Spanien den WM-Titel, wäre der Offensivstar mit 19 Jahren und sechs Tagen der jüngste Spieler der Geschichte, der Europa- und Weltmeister zugleich ist.