Am Mittwoch ereignete sich im 10. Wiener Bezirk in den frühen Morgenstunden ein Einbruch in einen Snackshop. Bislang war bekannt, dass sich zwei minderjährige Teenager mit einem Hammer Zutritt in das Geschäft verschafft hatten.
Ganz so leicht soll es für die Einbrecher aber nicht gewesen sein, denn der Ladenbesitzer wohnt auf der anderen Straßenseite und konnte den Einbruch live auf seinem Tablet mitverfolgen. Er zögerte keine Sekunde, lief kurzerhand aus seiner Wohnung in den Shop und sperrte die Täter dort ein. Gegenüber "Heute" schilderte der Chef nun alle Details.
Es sei laut Snackshop-Boss Sezgin Ceylan nicht der erste Einbruch in das Geschäft gewesen. Begonnen hatte die Serie laut des Wiener Unternehmers nämlich schon am 27. Mai. Nicht einmal zwei Wochen später, am 06. Juni, versuchten es die beiden minderjährigen Täter erneut.
Damals wurde etwa eine mobile Handyladestation gestohlen. Am Mittwoch probierten es die Rowdys ein drittes und wahrscheinlich letztes Mal. Der Ladenbesitzer war also schon fast darauf vorbereitet.
Nachdem sich die Jugendlichen am Mittwoch Zutritt zum Geschäft verschafft hatten, blieben sie nicht lange untätig. Die Scheibe eines Automaten wurde brutalst mit einem Hammer beschädigt. Durch die Sicherheitskameras im Laden war es für den Chef möglich, alles live mitzuverfolgen. "Ich habe nur darauf gewartet, dass sie kommen", schilderte Snackshop-Inhaber Sezgin Ceylan.
Als er den Einbruch auf seinem Tablet sah, sprang er von seinem Bett auf und griff kurzerhand zu einer Staubsaugerstange. Gegenüber "Heute" beschrieb der Chef, dass er natürlich auch in Panik war, sich jedoch eine solche Tat nicht länger gefallen lassen wollte. Folglich rannte er schnellstmöglich über die Straße. Die Rowdys wollten die Flucht ergreifen, doch der Boss war einfach schneller.
Just sperrte er die Türe des Snackshops zu. Die Teenager saßen damit in der Falle und waren eingesperrt. Jetzt galt es nur noch auf die Polizei zu warten. Diese nahm die beiden Minderjährigen umgehend fest.
Für den Laden-Besitzer ist so ein Verhalten unvorstellbar, passiert aber laut des Wieners immer öfter. "Wie sich die Leute benehmen, besonders im Zehnten, ist nicht normal", fasste Sezgin Ceylan die Situation im Brennpunkt-Bezirk abschließend zusammen.