"Will bleiben!" Foda klammert sich an Teamchef-Job

ÖFB-Teamchef Franco Foda mit Christoph Baumgartner.
ÖFB-Teamchef Franco Foda mit Christoph Baumgartner.Gepa
Teamchef Franco Foda ist angezählt. Nach den beiden WM-Quali-Niederlagen gegen Israel und Schottland will er seinen Posten aber noch nicht räumen.

0:1! Auf die Blamage in Israel (2:5) folgte drei Tage später eine Heim-Pleite gegen biedere Schotten. Das ÖFB-Team ist nach der ansprechenden EURO ein Schatten seiner selbst. Die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 ist kein Thema mehr. In der Quali-Gruppe ist Österreich auf Platz vier abgerutscht, hat nur mehr drei Punkte Vorsprung auf die Färöer Inseln.

"Foda raus"-Rufe

Am Dienstag gab es im Ernst-Happel-Stadion erstmals "Foda raus"-Rufe der Fans. Der Teamchef wackelt. Foda: "Natürlich hat man es teilweise mitbekommen. Aber das darf mich in meiner Arbeit und Tätigkeit nicht beeinflussen. Du musst immer im Spiel bleiben und dir Gedanken machen, was du während des Spiels verändern kannst und wie man als Trainer eingreifen kann, um durch Veränderungen auch neue Impulse zu geben."

Ob er sich selbst in Frage stelle? "Das tue ich nicht. Denn ich bin jetzt insgesamt knapp vier Jahre hier. Wir haben gemeinsam extrem viel erreicht. Wir haben uns für die EM qualifiziert, sind dort ins Achtelfinale gekommen, sind in die Gruppe A der Nations League aufgestiegen."

An den Rauswurf oder gar einen Rücktritt will der Teamchef nicht denken: "Auch ansonsten macht man sich viele Gedanken. Aber: Ich bin ein Typ, der in seinem Leben schon immer gekämpft hat, sich alles hart erarbeitet hat. Ich bin auch jemand, der nie aufgibt. Insofern haben wir noch vier Spiele, es gibt noch zwölf Punkte zu vergeben. Sollten wir zwölf Punkte holen, hätten wir 19 Punkte - und dann schauen wir einmal, wo wir am Ende des Tages stehen."

Eine unmittelbare Trennung von Foda ist dieser Tage nicht zu erwarten. Leo Windtner steht vor seiner Ablöse als ÖFB-Präsident, wird vor dem Abgang wohl keine so weitreichende Entscheidung mehr treffen. Noch Ende dieser Woche soll sein Nachfolger feststehen. Das Duell: Gerhard Milletich gegen Roland Schmid. Fraglich, ob der Wahlsieger seine Amtszeit gleich mit einem Teamchef-Wechsel beginnen will.

Der Vertrag von Foda läuft noch bis zum Ende der WM-Quali – in dieser stehen noch vier Pflichtspiele aus.

Foda über seine eigene Zukunft: "Das kann ich nicht sagen, das müssen andere entscheiden. Ich kann nur sagen, dass ich jetzt schon einige Zeit und gerne Trainer beim Nationalteam bin und immer alles, was möglich ist, zur Verfügung stelle. Mein Vertrag läuft noch bis zum nächsten Jahr, falls wir die Playoffs erreichen. Sollten wir uns über die Playoffs für die WM qualifizieren, dann läuft er noch bis zur WM 2022 in Katar. Alles andere kann ich nicht beantworten, da bin ich der falsche Ansprechpartner."

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