Ernster Hintergrund

"Idioten, brauchen Arzt" - Tennis-Star attackiert Fans

Laura Siegemund hat beim Tennisturnier in Rom für Aufsehen gesorgt. Nach ihrem Sieg im Doppel kam es zu einem handfesten Streit mit einem Zuseher.
Sport Heute
13.05.2026, 05:31
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Die deutsche Tennisspielerin Laura Siegemund hat nach ihrem Doppel-Erfolg beim Turnier in Rom das Verhalten einzelner Zuschauer scharf kritisiert. Nach dem Matchball im Sechszehntelfinale kam es sogar zu einer Auseinandersetzung mit einem Mann aus dem Publikum.

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"Gehören nicht auf eine Tennisanlage"

"Das sind Leute, die brauchen echt einen Arzt", sagte Siegemund im Gespräch mit "Sky". Schon beim Einzel am Vortag habe sie ähnliche Situationen erlebt. Immer wieder würden Zuschauer mitten im Spiel dazwischenrufen. "Die müssen von der Security abtransportiert werden. Die gehören nicht auf so eine Tennisanlage", so Siegemund weiter.

Sie betonte, dass es viele echte Fans gebe – darunter auch viele Kinder –, die für eine tolle Unterstützung sorgen. Doch sie sieht vor allem professionelle Sportwetter als Problem. "Das sind wirklich diese Idioten, die wetten", sagte sie. Diese Leute würden sich respektlos verhalten und alle Grenzen überschreiten. "Es macht echt alles kaputt."

Die frühere US-Open-Siegerin im Doppel liebt grundsätzlich eine gute Stimmung bei Turnieren. Doch das Verhalten einzelner Zuschauer habe mit echter Tennis-Atmosphäre nichts zu tun. "Da kommt eine Gruppe völlig Gestörter, schreit rein, labert dich zu beim Seitenwechsel oder wenn du am Handtuch bist", schilderte Siegemund.

Siegemund spricht offen über Drohungen

Siegemund berichtete auch von Drohungen, die Spielerinnen und Spieler nach verlorenen Wetten auf sozialen Medien erhalten. "Das sind die Leute, die dir auf Instagram schreiben: Ich bringe deine Familie um", sagte sie.

Was die Veranstalter oder die Tennis-Tour gegen diese Vorfälle unternehmen könnten, ließ Siegemund offen. Sie fordert aber, auffällige Zuschauer konsequent von der Anlage zu entfernen. "Der sitzt ja eine Stunde da und schreit wie ein Gestörter", sagte sie. In solchen Fällen müsse das Ticket sofort entzogen werden.

Gerade in Rom sei das Verhalten mancher Zuschauer immer wieder ein Problem, so Siegemund. "Auf anderen Turnieren ist es nicht so. Ich will echt einfach nur noch nach Hause." Ihr sportlicher Erfolg geriet dadurch in den Hintergrund. "Wir haben unseren Job super gemacht. Es war ein schweres Match." Inzwischen ist Siegemund mit ihrer Partnerin Wera Swonarjowa im Achtelfinale ausgeschieden.

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