Wien

"Ihr könnt uns alle mal": Kurzfilm zeigt Politik-Frust 

Elf Jugendliche unterschiedlichster Herkunft kreierten mit Unterstützung der Arbeiterkammer Wien einen Kurzfilm zum Thema Politik.

Ein Kurzfilm der Arbeiterkammer reflektiert die Polit-Stimmung der jungen Menschen in Wien.
Ein Kurzfilm der Arbeiterkammer reflektiert die Polit-Stimmung der jungen Menschen in Wien.
AK YOUNG/ Arbeiterkammer Wien

Der Kurzfilm "Ihr könnt uns alle mal…!“ kommt nach der erfolgreichen Kinopremiere am 26.1.2023 um 18 Uhr in die Brunnenpassage. Doch worum geht es eigentlich?

Die Reise beginnt im Juli 2022 als eine Jugendgruppe sich in zahlreichen Workshops mit den Themen Einsamkeit, Ausgrenzung, das Erlangen der Staatsbürgerschaft und der allgemeinen Mitbestimmung in Politik und Gesellschaft beschäftigten. Sie bekamen einen Einblick, wie Politik, Mitspracherecht und Wahlrecht in Österreich funktionieren, in Zeiten von Pandemie, Lockdowns, Kontaktarmut und Rekord-Teuerungen. 

Die Muse heißt "Frust"

Und dies stieß auf sehr viel Frust, Unverständnis und den Willen, sich genau jene politischen Räume zu holen, die der Jugend bis dahin verwehrt blieben. Die Geschichte des Kurzfilms entstand mithilfe von Drehbuchautoren in vielen Stunden harter und kreativer Arbeit, in denen die AK-Lockdown-Stories-Gruppe ihre Vorstellungen vom Film zu Papier brachte. 

Lebensrealität, Lebensqualität

Film ab. Vor allem war es den Jugendlichen ein Anliegen, ihre eigenen Lebensrealitäten in die Charaktere einfließen zu lassen. Auch wenn sie erst wenig Schauspielerfahrung hatten, fingen nach einigen Coachings mit professionellen Schauspielern, auch schon die Dreharbeiten an. Und das Ergebnis spricht dem Großteil der Jugendlichen in Österreich aus der Seele.

Denn sie alle haben unter den Lockdowns, der Kontaktarmut und den gravierenden Verschärfungen in unserer Gesellschaft gelitten. Sie mussten sich einfach "anpassen", ohne Wenn und Aber. Doch das Aber gibt es! Und es zeigt sich laut und stimmgewaltig. Das filmische Werk ist sowohl Eltern als auch Lehrern ans Herz zu legen, da man ungefiltert die Perspektive von Jugendlichen zu sehen bekommt, und so besser verstehen und helfen kann. Nicht zufällig haben viele junge Menschen in den letzten zwei Jahren diverse Angststörungen entwickelt.

Austausch und Vernetzung vor Ort

Bei der Veranstaltung wird es nach dem Film und Making-Of eine kurze Podiumsdiskussion mit den Projekteilnehmern Asja Ahmetovic und Nabil Almrstani und Bereichsleiterin für Bildung und Konsumentinnen der Arbeiterkammer Wien, Ilkim Erdost, geben. Bei einem anschließenden Get-together mit DJ, Free Drinks & Food gibt es die Möglichkeit, sich mit dem AK-Lockdown-Stories-Team auszutauschen.

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    Pressefoto Scharinger / Andreas ZEECK