Illegal gehandelter Welpe "Benny" starb in Wien

Welpe "Benny" litt an Parvovirose, musste eingeschläfert werden.
Welpe "Benny" litt an Parvovirose, musste eingeschläfert werden.Tierombudsstelle Wien
In der Pandemie blüht der illegale Handel mit viel zu jungen Welpen. Die Zahl der Hundehalter stieg in Wien um 25 Prozent! Den Preis zahlen die Tiere.

Der erst acht Wochen alte "Benny" wurde – zusammen mit anderen Welpen – illegal im Kofferraum aus der Slowakei nach Wien geliefert. Hier wurde er dann über das Internet verkauft. Die Tierschutzombudsstelle Wien deckte den Handel auf, konnte für das an Parvovirose erkrankte Fellknäuel aber nichts mehr tun. Nach einem fünftägigen Kampf musste "Benny" erlöst und eingeschläfert werden. Seine Halter bleiben auf 2.000 Euro Behandlungskosten und dem Anschaffungspreis von 1.300 Euro sitzen.

"Lola" kämpft noch um ihr Leben

Auch die nur neun Wochen alte und ebenfalls schwer kranke "Lola" wurde von Ungarn aus nach Österreich geschmuggelt und illegal über das Internet verkauft. Sie leidet unter akutem Parasitenbefall, es wurden mehrere Gendefekte diagnostiziert. Ob sie überlebt, ist unklar.

"Dies sind nur zwei tragische Fälle von Welpenhandel aus dieser Woche. Wir gehen davon aus, dass derzeit rund 25 Prozent mehr Hunde angeschafft werden als in Nicht-Corona-Zeiten. Ein Großteil davon kommt von skrupellosen Tierhändlern aus dem Internet", so Tierschutzombudsstellen-Leiterin Eva Persy. Sie warnt vor unseriösen Anbietern, die in täglich rund 3.000 Inseraten zu junge und kranke Tiere anbieten.

"Finger weg von Welpen aus dem Internet!"

"Ich bitte Sie inständig: Lassen Sie die Finger von Welpen aus dem Internet und ersparen Sie den Tieren und sich unnötiges Leid", appelliert Eva Persy. Ihre Empfehlung: "Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund zuzulegen, sollte unbedingt zunächst den Sachkundekurs für Neu-HundehalterInnen besuchen. Dieser bietet einen umfassenden Überblick darüber, was bei der Anschaffung und Haltung von Hunden zu beachten ist."

Aber nicht nur Hundewelpen werden illegal nach Wien gebracht und hier über das Internet verkauft. In der Nacht auf Samstag wurde am Wiener Hauptbahnhof ein Mann mit einer Schachtel voller Kätzchen gestoppt – "Heute" berichtete.

Alle Informationen gibt’s auf www.hunde-kunde.at und bei der Tierschutzombudsstelle Wien auf www.tieranwalt.at

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