Jetzt auch Corona-Razzien in Airbnb-Unterkünften

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FlachauDaniel Scharinger / picturedesk.com
Immer wieder werden Fälle bekannt, dass Zimmer trotz Verbot an Touristen vermietet werden. Salzburg verschärft nun die Kontrollen

In den vergangenen Wochen sorgten immer wieder illegale Skitouristen für Schlagzeilen. Während des Lockdowns werden von bestimmten Anbietern auch Zimmer an Personen vermietet, die keinen beruflichen Reisegrund hatten.

Auch durch "Scheinanmeldungen" an Zweitwohnsitzen wurde das Betretungsverbot umgangen. Das Tourismusministerium, das Innenministerium und das Bundesland Salzburg wiesen nun in einer Aussendung erneut sehr eindringlich darauf hin, dass die Beherbergung zu touristischen Zwecken, weiterhin untersagt ist.

33 Anzeigen in Pongau

In Salzburg werden die Kontrollen nochmal verschärft. Alleine im Bezirk Zell am See fanden bisher u.a. folgende Amtshandlungen statt: 365 Kontrollen von Beherbergungsbetrieben und 102 Überprüfungen von Zweitwohnsitzen. Diese führten zu 29 Anzeigen.

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Auch im Bezirk Pongau wird streng kontrolliert. Seit Weihnachten kam es zu 33 Anzeigen nach dem Beherbergungsverbot. Zudem gab es zwei Anzeigen wegen illegaler Zweitwohnnutzung.

Fokus auf AirBnB-Unterkünfte

In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Plattform AirBnB in die Pflicht genommen. Auf Ersuchen der Landesregierung wurden von AirBnB sämtliche Salzburger Partnerbetriebe nochmals auf das Beherbergungsverbot hingewiesen und in Aussicht gestellt, gegen Missbrauch vorzugehen. Weitere Schwerpunktkontrollen in diesem Bereich sind geplant.

"Touristische Beherbergung während des Lockdowns ist nicht erlaubt, da gibt es keinerlei Spielräume. Das gilt nicht nur für Hotels, sondern insbesondere auch für Privatquartiere oder AirBnB Vermietungen. Ich habe nicht das geringste Verständnis für diese schwarzen Schafe. Abgesehen davon, dass sich Gäste wie auch Gastgeber in diesen Fällen strafbar machen, verschärfen die Corona-Mutationen derzeit die Situation. Wir müssen verhindern, dass sich die illegale Beherbergung und damit auch die südafrikanische Virus-Variante von Tirol auf ganz Österreich ausbreitet. Darum werden die Kontrollen in diesen Tagen intensiviert, um "schwarze Schafe" rasch zu finden und Verstöße zu ahnden", erklärte die Tourismusministerin Köstinger.

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