Freche Skitouristen: Über 700 Zweitwohnsitze angemeldet

Die Polizei wird künftig verschärft kontrollieren.
Die Polizei wird künftig verschärft kontrollieren.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Im Bezirk Murau wurden in den letzten Wochen über 700 Zweitwohnsitze angemeldet. Die Polizei hat ihre Kontrollen verschärft.

Schon im Jänner sorgten Partys von ausländischen Skitouristen in St. Anton für Schlagzeilen, auch in Bad Gastein sind immer mehr illegale Urlauber unterwegs. Mit dem Zweitwohnsitz-Trick reisten vor allem viele Schweden nach Salzburg, um Skifahren zu gehen, doch das ist eigentlich im Lockdown verboten.

Aktion scharf der Polizei

Jetzt werden auch im steirischen Bezirk Murau immer mehr kuriose Fälle bekannt. Mehr als 700 Zweitwohnsitze wurden weniger Wochen angemeldet, bestätigte der Bezirkshauptmann Florian Wallner in der "Kleinen Zeitung". An den Skipisten findet man vermehrt Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen.

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Kurz vor Beginn der Semesterferien startet die Exekutive deshalb eine Aktion scharf. Man will verhindern, dass Menschen Zweitwohnsitze anmelden, um entgegen den Covid-Gesetzen Urlaub machen zu können. Die ersten Kontrollen sind bereits im Gange.

Töchter von Geschäftsleuten reisten einfach mit

So wurden im "Club Hotel" am Kreischberg, das einer ungarischen Gesellschaft gehört, 24 Ungarn von der Polizei angetroffen. Sie gaben an, dass ihr Aufenthalt aus geschäftlichen Gründen notwendig sei und konnten auch entsprechende Unterlagen vorlegen. Bei den anwesenden jungen Frauen, alle Töchter der Geschäftsleute, herrschte hingegen Erklärungsnot. Über etwaige Strafen muss nun die BH Murau entscheiden, berichtet die "Kleine Zeitung".

Im Skigebiet Turrach wurden in einem einzigeen Ferienhaus 36 Nebenwohnsitze gemeldet. Im Bezirk Liezen gab es an nur einem Tag 80 Anmeldungen.

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