Red Bull Salzburg kann den Meistersekt einkühlen. Die Mozartstädter feierten auswärts gegen Sturm einen 2:0-Sieg, bauten den Vorsprung auf die Grazer auf fünf Zähler aus.
"Das war eine geile Partie", grinste Coach Matthias Jaissle. "Das war ein fokussierter Auftritt, großes Kompliment." Der Deutsche will von einer Vorentscheidung dennoch nichts wissen. "Es wird bis zum Schluss ein hartes Rennen."
Sportdirektor Christoph Freund gestand, vor der Partie "angespannt" gewesen zu sein. Schließlich hatte Salzburg die letzten vier Duelle mit den "Blackies" nicht gewonnen. Bei einer Pleite wäre man die Tabellenführung los gewesen. "Deswegen ist es eine coole Geschichte."
Sogar Sturm-Trainer Christian Ilzer applaudierte dem Gegner, der seit 24 Runden ungeschlagen ist und mit dem zwölften Auswärtserfolg in Serie einen Liga-Rekord egalisierte. "Salzburg ist in Österreich eine Übermannschaft. Sie sind am Punkt da, eine Topleistung. Heute war es eine Schlägerei im Mittelfeld, sie waren immer einen Tick besser und schneller. Wir konnten keine Ruhe ins hektische Spiel bringen."
"Am Ende war es einfach ein Scheißtag", ärgerte sich Jusuf Gazibegovic. "Wir haben zu viele Fehler gemacht. Uns ist nicht aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. Jetzt müssen wir den Kopf hochbringen."
Denn Gefahr droht mittlerweile auch von hinten – der LASK ist nur noch drei Zähler hinter den Steirern. "In der Liga kann man sich nicht ausruhen. Mit dem LASK hat keiner gerechnet vor der Meisterrunde, jetzt sind sie voll da."