Im Impfplan vergessen! Kritik von der Feuerwehr NÖ

Die Florianis richteten alles für die Teststraßen her.
Die Florianis richteten alles für die Teststraßen her.Martin Fischer/noe122
Harsche Kritik übt die Feuerwehr NÖ: Sie sollen weiterhin Testkits ausliefern, doch wurden beim Impfplan einfach vergessen. Eine Krisensitzung folgte.

Die Silberhelme waren von Anfang an die Helden in der Pandemie. Sie richteten für die Teststraßen alles her und belieferten diese. Und das seit dem 5. Dezember 2020. Die Freiwillige Feuerwehr hatte aufgrund ihrer Tätigkeit auch immer mit vielen Menschen zu tun. Doch all diese Tätigkeiten sorgten nicht für eine Priorisierung bei der Corona-Impfung. "Wir haben täglich unsere Gesundheit riskiert und haben nicht einmal einen übrig gebliebenen Impfstoff angeboten bekommen", kritisiert Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. 

Kontakt mit Infizierten

Denn bei den Impfungen wurden die Florianis einfach im Stich gelassen. Einmal wurden ihnen 3.000 Vakzine zugesagt, doch das war eher ein Tropfen auf den heißen Stein (wir berichteten). Obwohl die Helfer bei Einsätzen oft mit Infizierten in Kontakt kamen, wurden sie nicht nach vorne gereiht. „Man hat uns mit anderen Ehrenamtlichen, darunter Briefmarkensammlern, Pfadfindern und Fußballvereinen, in einen Topf geworfen", teilt der Landesfeuerkommandant orf.at mit. 

"Wir bekamen keine Entschädigung"

Jetzt brachte ein neuerliche Anfrage bezüglich Testkit-Lieferung das Fass zum Überlaufen. Die Wirtschaftskammer bat die Feuerwehr die Testkits an körpernahe Dienstleister wie Friseure zu liefern. Doch das wäre laut Fahrafellner ein zu großer Aufwand. Weiterer Grund: Erst nach längeren Verhandlungen wurden die Fahrtkosten vom Landesfeuerwehrkommando in Tulln zu den einzelnen Teststationen vom Staat rückerstattet. Laut Fahrafellner wäre ohne die Feuerwehr der logistische Aufwand gar nicht zu stemmen gewesen. "Während Sanitäter oder andere Freiwillige bei den Teststraßen eine Aufwandsentschädigung erhielten, bekamen wir nichts", kritisiert ein Floriani.

Im Verteilerzentrum in Tulln wurde alles vorbereitet.
Im Verteilerzentrum in Tulln wurde alles vorbereitet.noe122.at

Auslieferung endet mit Ende Juni

Jetzt wurde eine Krisensitzung des Landesfeuerwehrkommandos mit allen Bezirksfeuerwehrkommandanten sowie Vertretern des Landes in St. Pölten einberufen. Bei dieser wurde beschlossen, dass die Zustellung der Coronatests für die Wirtschaftskammer durch Spediteure erfolgen wird. Ende Juni endet auch die Auslieferung der Testkits an die Teststraßen in den Gemeinden. Die Kommissionierung der Verbrauchsmaterialen für die Teststraßen im Containerterminal des NÖ Landesfeuerwehrkommandos endet auch Ende Juni. Es werden auch Mitarbeiter des Lande NÖ hinzu gezogen.

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