Mit einem solchen Anruf hatte Amira Aly (33) nicht gerechnet. Als plötzlich die Kriminalpolizei am Telefon war, bekam die Moderatorin nach eigenen Angaben einen gehörigen Schrecken. Über die angsteinflößende Situation sprach sie jetzt offen in einer Instagram-Story.
"Kripo? Da wird dir erst mal schlecht", erzählt die 33-Jährige. Gleichzeitig stellte sie klar: "Ich habe nichts gemacht!"
Der Hintergrund des Polizeianrufs hängt mit dem Bau ihres Hauses in Köln zusammen. Für das Projekt hatte Amira nach eigenen Angaben mehrere Unternehmen beauftragt. Während die Zusammenarbeit mit den meisten Firmen problemlos verlaufen sei, habe es bei einem kleineren Auftrag rund um Erdarbeiten und Vorbereitungen auf dem Grundstück erhebliche Probleme gegeben.
Wie die Moderatorin nun berichtet, soll ausgerechnet eines der beteiligten Unternehmen ins Visier der Ermittler geraten sein. "Ohne dass sie einen Namen genannt haben, wusste ich sofort, wer gemeint war", erinnert sich Amira.
Die Ex-Frau von Oliver Pocher (48) schildert einen Mann, der den Auftrag übernommen habe und zunächst mit günstigen Preisen geworben haben soll. "Der hat gesagt: Ich mach' dir das, super Preis, gar kein Problem." Doch danach hätten die Schwierigkeiten begonnen.
"Dann kam er einmal und dann habe ich ihn nie wieder gesehen." Stattdessen habe der Unternehmer regelmäßig seine Telefonnummer gewechselt und zeitweise sogar seinen Vater auf die Baustelle geschickt.
Die Arbeiten hätten sich immer weiter verzögert, gleichzeitig sei es wiederholt zu Forderungen nach zusätzlichen Zahlungen gekommen. "Das war natürlich alles sehr unseriös", sagt Amira rückblickend.
Inzwischen habe sich herausgestellt, "dass das Betrüger sind". Laut den Ermittlungen soll die Firma Aufträge angenommen haben, die in vielen Fällen gar nicht ausgeführt wurden.
Bei Amira selbst ging die Geschichte vergleichsweise glimpflich aus. Die von ihr bezahlten Arbeiten seien letztlich erledigt worden, weshalb sie das Thema bereits als abgeschlossen betrachtet hatte. Umso überraschter sei sie gewesen, als Monate später die Kriminalpolizei Kontakt zu ihr aufnahm.
Über eine Bankverbindung seien die Ermittler auf die Moderatorin aufmerksam geworden. Sie gehörte zu den Kunden, die Geld an das inzwischen verdächtige Unternehmen überwiesen hatten.
In die laufenden Ermittlungen möchte sich die zweifache Mutter, die aktuell ihr drittes Kind erwartet, allerdings nicht weiter einbringen. "Ich habe wirklich genug andere Themen und möchte nicht noch Teil eines neuen Problems werden", erklärt sie.