"Wollen nicht mehr als andere"

Conchita macht Ansage im ORF: "Hat es immer gegeben!"

Tom Neuwirth alias Conchita Wurst sprach bei der Wiener Regenbogenparade über Freiheit, Sichtbarkeit und warum die Pride weiter nötig ist.
Heute Entertainment
15.06.2026, 18:40
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Bei der Regenbogenparade in Wien setzte am Samstag erneut ein riesiger Demonstrationszug ein Zeichen für die Rechte von LGBTQIA-Personen. In einer ORF-Sondersendung sprach auch Tom Neuwirth, der hinter der Kunstfigur Conchita Wurst steht, über die Bedeutung der Pride.

Für ihn ist die Teilnahme jedes Jahr selbstverständlich: "Ich bin hier aufgewachsen und meine erste große Pride war die in Wien", erklärt er. Mit der Veranstaltung verbindet er bis heute besondere Erinnerungen. "Da habe ich schon ein Freiheitsgefühl gespürt, da kann ich mich noch erinnern und das war damals das erste Mal, dass ich so offen mit meinem Gspusi des Tages schmusen konnte auf der Straße – und sichtbar zu sein", erzählt er.

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Seine Auftritte bei der Parade am Wiener Rathausplatz liegen ihm am Herzen: "Mir bedeutet es sehr viel, und wenn sich die Leute freuen, dass die oide Schabracke nochmal 'Rise Like a Phoenix' raushaut, dann liebe ich es, das zu tun."

"...dafür gehen wir jedes Jahr auf die Straße"

Dass die Pride auch 2026 noch notwendig sei, steht für Neuwirth außer Frage. Zwar habe sich vieles verbessert, doch das könnte sich rasch wieder ändern: "Es ist einiges weitergegangen, aber man merkt auch, wie schnell das wieder zurückgeschraubt wird."

Er verweist auf Länder, in denen Homosexualität noch immer strafrechtlich verfolgt werde und teilweise sogar die Todesstrafe droht: "Queerness hat es immer gegeben, wird es immer geben und man möchte eine Gleichstellung. Man will ja nicht mehr als jemand anderes – man will einfach nur die gleichen Rechte und auch Pflichten und dafür gehen wir jedes Jahr auf die Straße."

Besonders wichtig sei zudem die Sichtbarkeit queerer Menschen. "Ich bin auch am Land aufgewachsen, queere Repräsentation in den Medien zu sehen, gibt dir ein Gefühl von Zugehörigkeit", sagt er.

Gerade für Menschen ohne unterstützendes Umfeld könne das viel bedeuten: "Wir sind nicht alle privilegiert in einer Familie aufgewachsen, die uns unterstützt – grad für die ist es auch wichtig zu sehen, ich bin nicht alleine und da ist eine Familie da draußen, für die ich mich entscheiden kann."

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