Immer mehr Beschwerden über Paketzusteller DPD Austria

Bereits seit einigen Monaten häufen sich Beschwerden über den Paketzusteller DPD Austria.
Bereits seit einigen Monaten häufen sich Beschwerden über den Paketzusteller DPD Austria.(Bild: Glomex)
Bereits seit einigen Monaten häufen sich Beschwerden über den Paketzusteller DPD Austria. Nun werden erste Schritte eingeleitet.

Schon seit vergangenem Herbst häufen sich die Beschwerden über den Paketzusteller DPD Austria. Das Grund ist, dass die Zustellung der Pakete nicht einmal versucht werde, sondern das Paket direkt in einem Paketshop lande - obwohl die Empfänger nachweislich zu Hause gewesen seien, unter anderem wegen der CoV-Ausgangsbeschränkungen. Dies teilten am Freitag AK und RTR mit. Die Regulierungsbehörde vermutet indes ein größeres Problem. Wie die APA berichtet, hat die Post-Control-Kommission (PCK) nun ein Aufsichtsverfahren eingeleitet.

 "Im Falle von DPD liegen aufgrund der steigenden Anzahl an Beschwerden innerhalb kurzer Zeit ausreichend Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich bei den nicht-erfolgten Zustellversuchen nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem handeln dürfte," hieß es in der Aussendung der Behörde.

Im Grunde seien Postdienstleister aufgrund des Postmarktgesetzes dazu verpflichtet, zumindest einen persönlichen Zustellversuch zu tätigen, schilderte die RTR. Nur wenn der Empfänger nicht angetroffen werden kann, dürfe eine Hinterlegung im Paketshop erfolgen.

Immer mehr Beschwerden

Zwischen Dezember 2020 und Jänner 2021 seien bei der RTR 33 neue Beschwerden über DPD Austria eingegangen. Auch bei der Arbeiterkammer (AK) hätten sich die Beschwerden über den Paketzusteller seit November 2020 gehäuft, so die AK. Das Aufsichtsverfahren sei laut APA diese Woche von der PCK eingeleitet worden, "um die gesetzeskonforme Paketzustellung für alle sicherzustellen", erläuterte die RTR.

Nun warte man zunächst auf eine Stellungnahme der DPD Austria, sagte eine Sprecherin der RTR zur APA. Im Anschluss darauf werde entschieden, ob und welche weiteren Maßnahmen gesetzt werden. Dem Paketzusteller sei für die Stellungnahme eine "angemessene Frist" gesetzt worden - eine genaue Zeitangabe wurde nicht gemacht, heißt es laut der APA weiter.

Was tun, wenn ich betroffen bin?

Sollte man selbst eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, so empfiehlt die AK, ihre Beschwerde jedenfalls auch bei der RTR zu melden (unter: poststreitschlichtung@rtr.at). AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer erklärte dies:

"Je mehr Beschwerden, desto besser kann seitens der RTR gegen solche Praktiken einzelner Paketzustelldienste - wie DPD - vorgegangen werden."

Zimmer weist aber auch darauf hin, dass die Konsumenten selbst keine Ansprüche gegenüber dem Paketdienst haben, da das Vertragsverhältnis des Paketdienstes mit dem Absender und nicht mit dem Empfänger besteht.

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