Am Dienstag machte es der Weltranglisten-Erste selbst offiziell. Eigentlich ist der Start beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bloß für geimpfte Spieler erlaubt. Der Serbe erhielt allerdings eine Ausnahmegenehmigung. "Ich habe eine fantastische Zeit mit meinen Lieben verbracht und bin heute mit einer Ausnahmegenehmigung nach Down Under aufgebrochen", schrieb Djokovic auf Instagram.
Wenig später teilten auch die Australian Open mit, der 34-Jährige habe um eine medizinische Sondererlaubnis angesucht, diese sei von zwei Gremien unabhängig voneinander bestätigt worden.
Djokovic hat sich immer wieder kritisch zur Corona-Impfung geäußert, Fragen nach seinem Impfstatus mit dem Verweis auf die Privatsphäre unbeantwortet gelassen. Nun steht einem Antreten beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nichts mehr im Weg.
Die Entscheidung kommt allerdings nicht überall gut an. Tennis-Asse sehen in der Sondererlaubnis eine "Extrawurst" für den 20-fachen Grand-Slam-Sieger, das Zugpferd des Turniers von Melbourne. Und halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. "Ich denke, wenn ich nicht geimpft wäre, würde ich keine Ausnahmegenehmigung erhalten", meinte Doppel-Spezialist Jamie Murray am Rande des ATP Cups in Sydney. Und der Australier Alex de Minaur meinte nur vielsagend: "Ich finde es sehr interessant. Das ist alles, was ich dazu sage."
Djokovic kann sich bei den Australian Open zum alleinigen Rekordsieger bei Grand-Slam-Turnieren krönen. Aktuell hält der Serbe bei 20 Triumphen, liegt mit Roger Federer und Rafael Nadal gleichauf. Melbourne wäre also ein Platz in den Tennis-Geschichtsbüchern sicher...