Die Polizei hatte in der Silvesternacht in Linz alle Hände voll zu tun. Es gab insgesamt elf Festnahmen, sieben davon wegen verwaltungsrechtlicher Delikte, vier wegen des Verdachts des Widerstands gegen die Staatsgewalt.
Auch fast 50 Anzeigen hagelte es, viele wegen Verstoßes gegen die FFP2-Maskenpflicht, viele auch wegen verwaltungsrechtlicher Delikte.
Fotos der Corona-Demo vom 15. Dezember in Linz:
Auf Telegram, jenem sozialen Netzwerk, auf dem sich besonders viele Impfgegner tummeln, kursieren seither Videos der Verhaftungen in Linz.
Auf einem der Videos ist zu sehen, wie mehrere Polizisten einen Mann fixieren. Und es dokumentiert, dass die Polizei offenbar stark auf Deeskalation setzte. Der Festgenommene bittet in dem kurzen Clip mehrfach darum, dass ihm die Beamten endlich "sein Kapperl aufsetzen", weil "mir ist kalt".
Eine Polizistin kommt schließlich der Bitte nach. Der Mann betont, kooperativ sein zu wollen. Als er seine Kopfbedeckung wieder bekam, sagt er: "Sehr lieb". Und er machte einen Vergleich, der bei Corona-Demos derzeit besonders beliebt ist: "Ihr seid euch alle nicht im Klaren, war ihr da macht's! Das ist das Gleiche wie vor 100 Jahren!".
Impf-Gegner sorgen auf den Demos mit Vergleichen aus einer etwas späteren Zeit immer wieder für Schlagzeilen, es gibt regelmäßig Anzeigen wegen Wiederbetätigung.
So wurde bei einer Corona-Demo in Linz ein Plakat mit der Aufschrift "Warum nicht gleich Mauthausen für Ungeimpfte" in die Höhe gehalten, es gab "Heil-Hitler-Rufe" – mehr hier.
FPÖ-Chef Herbert Kickl verteidigte die skandalösen Vergleiche kürzlich in der ZiB2, was ihm wiederum selbst eine Anzeige einbrachte (mehr hier).