Impf-Geschädigte bekommen Geld – so hoch ist der Betrag

Eine Person wird mit Moderna mRNA Covid-19 Impfstoff geimpft.
Eine Person wird mit Moderna mRNA Covid-19 Impfstoff geimpft.Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
16 Impf-Opfer wurden laut einem Bericht in Österreich bereits entschädigt. Es handelt sich um Langzeitgeschädigte und Hinterbliebene von Verstorbenen.

1305,50 Euro: So viel bekommen in Österreich Impf-Geschädigte nach Corona-Impfungen vom Sozialministerium. Das berichten die "Salzburger Nachrichten". Demnach hätten bereits 16 Betroffene das Geld pauschal ausbezahlt bekommen. Es soll sich dabei um Geimpfte mit Schädigungen, schweren Dauerfolgen, aber auch um Hinterbliebene von Verstorbenen handeln. Sie hatten beim zuständigen Ministerium um eine Entschädigung angesucht.

Laut Bericht sieht das so genannte Impfschadengesetz vor, dass Betroffene "kein Verschulden" nachweisen müssen. Vielmehr "genügt ein ursächlicher (zeitlicher) Zusammenhang zwischen Impfung und erlittenem Schaden", heißt es im SN-Bericht. Das habe aber auch einen großen Nachteil für Betroffene, denn eine Entschädigung falle gering aus und werde per Bescheid abgelehnt oder anerkannt, heißt es im Bericht weiter.

Auch Todesfall von Krankenschwester dabei

Mit Verweis auf Zahlen des Gesundheitsministeriums stammen die Entschädigungsforderungen bis Ende Mai 2021 von vier Personen aus Niederösterreich, drei Personen aus Tirol, je zwei aus Wien, Oberösterreich, der Steiermark und Vorarlberg sowie einer Person aus dem Burgenland. Von einem Sprecher hieße es, dass alle Anträge derzeit bearbeitet würden. Darunter befinde sich auch der Fall einer 49-jährigen Krankenschwester, die im Waldviertel nach einer Corona-Impfung mit AstraZeneca gestorben war.

Nach der Impfung habe sich der Zustand der Krankenschwester zunehmend verschlechtert, hieß es Anfang März 2021. Daher sei die Niederösterreicherin in das AKH Wien überstellt worden. Doch die Wiener Ärzte konnten das Leben der Frau nicht mehr retten, sie verstarb kurze Zeit später im Spital. Ursache für den Tod soll demnach eine Gehirnvenenthrombose gewesen sein.

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