Österreich

"Impfen ist Körperverletzung"– Ärztin darf weitermachen

Die wirren Thesen der Grazer Ärztin Konstantina R. zu Corona sorgten für Kopfschütteln. Nun darf die Masken-Kritikerin ihren Beruf weiter ausüben.
Heute Redaktion
13.07.2020, 19:34

Die umstrittene Medizinerin, die in Wien auf einer Anti-Corona-Demo mit ihren teilweise wirren Aussagen für Aufregung sorgte, darf weiter als Ärztin arbeiten. Das geht aus einer Aussendung der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft vom Montag hervor. Darin heißt es, es hätte ein "ausführliches Gespräch" mit Frau Konstantia R. im Beisein von KAGes-Vertretern und ihrem unmittelbaren Vorgesetzten, dem Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie, gegeben. 

Ärztin bekommt nur eine Verwarnung

Im Rahmen dieses Gesprächs sei festegestellt worden, dass die Ärztin "stets patientenorientiert und kompetent" gehandelt hat. Auch hätte sie sich an "sämtliche Vorgaben des Unternehmens gehalten." Daher sieht die KAGes von einer Beendigung des Dienstverhältnisses ab und spricht nur eine strenge Verwarnung aus. Gleichzeitig distanzierte man sich aber von den Aussagen der Ärztin, die gegen die Bundesregierung gerichtet waren.

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Berufsverbot stand im Raum

Vor einigen Tagen schlug man noch andere Töne an. Nachdem die Ärztin sagte: "Schutzmasken haben nur den Sinn, uns zu demütigen" und Impfungen als "Körperverletzung" bezeichete, wurde sie suspendiert. Ein Berufsverbot stand im Raum. Das ist nun vom Tisch – allerdings mit Vorbehalt – denn die Ärztin bekam strenge Auflagen: Bei künftigen öffentlichen Äußerungen darf sie keinerlei Bezug zu ihrer Tätigkeit als Spitalsärztin herstellen und die Corona-Hygiene-Regeln nicht infrage stellen. Tut sie das, doht die Entlassung.