Impfgegner (30) wollte Arzt mit Coolpack austricksen

Mit einer abenteuerlichen Geschichte wollte sich der Mühlviertler einen Impf-Nachweis erschleichen (Symbolbild).
Mit einer abenteuerlichen Geschichte wollte sich der Mühlviertler einen Impf-Nachweis erschleichen (Symbolbild).Daniel Scharinger / picturedesk.com
Mit dieser dämlichen Idee machte er keinen Stich: Ein Impf-Skeptiker wollte in OÖ einen Arzt austricksen, um ans Impf-Zertifikat zu kommen. Erfolglos.

Der Fall ist eigentlich zum Lachen, allerdings auch strafrechtlich relevant – weshalb jetzt die Staatsanwaltschaft Linz ermittelt.

Darum geht's: Ein 30-jähriger Impf-Skeptiker wollte ohne Impfung ans Impf-Zertifikat kommen, um sich nicht mehr testen lassen zu müssen. Und er hatte eine Idee – die allerdings selten dämlich war.

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Abenteuerliche Geschichte

Der Mann aus dem Bez. Perg wollte sich in der Impfstraße der Mühlviertel-Stadt impfen lassen, ohne tatsächlich geimpft zu werden. Und das wollte er so anstellen: Er hat sich Coolpack mit gelartigem Inhalt auf den Oberarm gebunden, dieses dann mit einer Mullbinde umwickelt.

Damit ging er am 8. Oktober zur Impfstraße, stellte sich brav an, wartete bis er dran war. Dann erzählte er dem Impf-Arzt, dass er eine Verletzung am Arm habe. Und weil ihm der Oberarm so weh tue, solle der Arzt bitte ausschließlich die Impfdosis durch den Verband einspritzen.

Der Plan des Mühlviertlers: Die Impfdosis würde dann nicht in den Arm, sondern ins Gel des Coolpacks gespritzt werden.

Doch: Dem Impf-Arzt kam das natürlich sofort komisch vor. Er verweigerte die Impfung, schaute sich die angebliche Verletzung genauer an – und entdeckte das Coolpack. Und deckte die Trickserei auf.

Bis zu einem Jahr Haft droht

Und weil es, wenn es darum geht, sich einen Impf-Nachweis zu ertricksen, auch strafrechtlich relevant sein kann, wurde der 30-Jährige von den Behörden bei der Polizei angezeigt.

"Der Fall liegt jetzt bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Linz. Ermittelt werde jetzt wegen 'Mittelbarer unrichtiger Beurkundung'", so deren Sprecherin Ulrike Breiteneder zu "Heute". Der Strafrahmen beträgt bis zu einem Jahr.

Allerdings könnte er straffrei davonkommen, wie die OÖN berichten. Denn: Laut einem zitierten Strafrechtsexperten könnte das Ganze auch als "absolut untauglicher Versuch gewertet werden, der laut Gesetz nicht strafbar ist".

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